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SCB-Stürmer Cory ConacherUnterzuckert stand er da, wackelig, das Messer in der Hand

Fehlbildung, zu klein und auch noch an Diabetes erkrankt – der Kanadier überwand auf dem Weg zum Eishockeyprofi viele Hürden. Und manchen Schreckmoment.

Auf Distanz, mit Maske, ohne Schuhe: Cory Conacher beim Gesprächstermin in Bern.
Auf Distanz, mit Maske, ohne Schuhe: Cory Conacher beim Gesprächstermin in Bern.
Foto: Adrian Moser

Es ist mitten in der Nacht. Cory Conacher schleppt sich durch den Gang des Hotels. Er trägt Unterhosen, sonst nichts. Schwitzt. Läuft ziellos umher. Spricht wirres Zeug.

Ein Teamkollege hört ihn, eilt aus dem Zimmer und denkt, der Conacher habe wohl etwas gar heftig gefeiert. Rasch wird ihm klar: Die Situation ist ernst. Er holt Hilfe, Conacher erhält eine Notfallspritze mit Glukagon. Zehn Minuten später hat sich der Blutzuckerspiegel normalisiert.

Conacher war 21 Jahre alt. Er stand in seiner ersten Saison als Eishockeyprofi bei Norfolk in der American Hockey League. Sie begann mit dem Schreckmoment im Teamhotel, endete mit der Auszeichnung zum wertvollsten Spieler der Liga – und einem Vertrag beim NHL-Team Tampa Bay. Seither weiss er: «Ich werde ein Leben lang mit Widrigkeiten umgehen müssen. Aber sie werden mich nicht davon abhalten, meine Ziele zu erreichen.»

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