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Biden fällt in der Schweiz durchUS-Demokraten im Ausland sprechen sich klar für Bernie Sanders aus

Die ausserhalb Amerikas wohnenden Mitglieder der Partei haben sich gegen Joe Biden ausgesprochen. Das Resultat überrascht in seiner Deutlichkeit.

Support aus dem Ausland: Die US-Demokraten ausserhalb Amerikas wünschen sich Bernie Sanders als Präsident.
Support aus dem Ausland: Die US-Demokraten ausserhalb Amerikas wünschen sich Bernie Sanders als Präsident.
Foto: Keystone

Die US-Demokraten im Ausland haben für Bernie Sanders als Kandidaten bei den US-Präsidentschaftswahlen gestimmt. Der linksgerichtete Senator aus Vermont erhielt rund 58 Prozent der Stimmen. Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden hat 23 Prozent der Stimmen erhalten.


Damit erhält Sanders neun Delegierte für den Demokratischen Konvent Mitte Juli in Millwaukee und Biden vier, wie die Democrats Abroad Switzerland auf ihrer Internetseite schreiben. Für die anderen Kandidaten hat es nicht gereicht, genug Stimmen für einen Delegierten zu sammeln. Die Grenze liegt bei 15 Prozent. Die drittplatzierte Elizabeth Warren hat die Hürde mit 14,3 Prozent entsprechend knapp nicht geschafft.


In der Schweiz haben die Amerikanischen Demokraten ebenfalls für Bernie Sanders abgestimmt. Sanders erhielt 448 der 967 abgegebenen Stimmen (46,3 Prozent), vor Joe Biden (299 Stimmen, 30,9 Prozent) und Elizabeth Warren (157 Stimmen, 16,2 Prozent).

Offene Schweizer Wahllokale trotz Corona

Die Abstimmung fand in der Schweiz vom 3. bis 10. März in Genf, Zürich und Basel sowie über das Internet statt. Die Auslandschweizer Demokraten hatten beschlossen, die Wahllokale trotz der Covid-19-Pandemie beizubehalten.


Insgesamt nahmen fast 40'000 Demokraten im Ausland an dieser Vorwahl teil, das sind 15 Prozent mehr als vor vier Jahren. Bereits 2016 hatten die Demokraten im Ausland Bernie Sanders gegenüber Hillary Clinton bevorzugt.

(SDA)