Die Highlights des zweiten Duells

Die US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton haben sich in ihrem zweiten TV-Duell einen harten Schlagabtausch geliefert, der Züge einer Schlammschlacht trug.

Eine halbherzige Entschuldigung und müde Drohungen: Das sind die Schlüsselszenen des zweiten Fernsehduells.

Die Stimmung war aufgeheizt. Schon vor dem zweiten Fernsehduell zwischen den beiden US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton war klar, dass es dieses Mal noch hitziger zu und her gehen könnte, als bei der ersten Debatte.

Viel Entflammbares war zuvor durch die Medien gegangen, das in der Debatte leicht Feuer fangen könnte. Im Fokus standen einen Monat vor der Wahl am 8. November Trumps sexistische Äusserungen. Anlass für die Vorwürfe war ein Video aus dem Jahr 2005, das am Freitag veröffentlicht wurde und in dem zu hören ist, wie er vulgär über Frauen spricht.

Trump entschuldigte sich dann zwar dafür, tat es aber als Umkleidekabinen-Geschwätz ab. Danach blieb er nicht lange bei seinen eigenen Verfehlungen, sondern verwies sogleich auf Hillarys Ehemann Bill Clinton. Nie habe es in der politischen Geschichte Amerikas einen gegeben, der Frauen so schlecht behandelt habe, wie Bill Clinton, sagt er.

Danach attackierte ein etwas hilfloser Trump Hillary Clinton ein weiteres Mal mit dem Verweis auf die E-Mail-Affäre und drohte, falls er Präsident werden sollte, rechtlich gegen sie vorzugehen.

Hillary Clinton wiederum hatte dafür nur ein müdes Lächeln übrig und betonte, wie froh sie sei, dass einer mit Trumps Temperament nicht für die hiesigen Gesetze zuständig sei. Worauf Trump ihr ins Wort fiel und ihr sogar mit Gefängnis drohte.

Und überhaupt unterbrach Trump Clinton wiederholt, was ihm gar Zurechtweisungen seitens der Moderatoren einbrachte.

Trumps Steuern

Neben den sexistischen Äusserungen machte in den letzten Wochen auch Trumps Steuererklärung Schlagzeilen. Es heisst, er habe Jahre lang keine Einkommenssteuern bezahlt. Auch darauf kamen die beiden Kontrahenten zu sprechen. Trump gab zu, finanzielle Verluste genutzt zu haben, um weniger Steuern bezahlen zu müssen.

In Sachen Aussenpolitik warf Clinton Putin und der russischen Regierung vor, mit Hack-Angriffen den Ausgang der Amerikanischen Präsidentschaftswahlen zu beeinflussen, sprich, um Trump einen Wahlsieg zu ermöglichen. Damit verwies Clinton auf eine mögliche Verbandelung zwischen dem russischen Präsidenten und Donald Trump.

Laut einer Blitzumfrage des Senders CNN gewann die Demokratin die Debatte mit 57 Prozent. Der Republikaner kam auf 34 Prozent. Clinton schnitt damit fünf Prozentpunkte schlechter ab als in der ersten Debatte. Sie lag zuletzt in Umfragen vorn.

mbu/sda

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