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Clinton vor klarem Sieg über Trump

Zwölf Tage vor der US-Präsidentschaftswahl spricht einer Umfrage zufolge vieles für Hillary Clinton.

Sie kann auf einen souveränen Sieg über ihn hoffen: Hillary Clinton und Donald Trump bei der dritten Fernsehdebatte. (19. Oktober 2016)
Sie kann auf einen souveränen Sieg über ihn hoffen: Hillary Clinton und Donald Trump bei der dritten Fernsehdebatte. (19. Oktober 2016)
Gary He, Keystone

Hillary Clinton kann einer neuen Umfrage zufolge auf einen souveränen Sieg über ihren republikanischen Rivalen Donald Trump hoffen. Darauf deute ein solider Rückhalt für die Demokratin unter Frühwählern, ihre massiven Vorteile in der Wahlkampfführung sowie wachsende Begeisterung unter ihren Anhängern hin, hiess es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der Nachrichtenagentur AP und des Meinungsforschungsinstituts GfK. Für Clinton spricht demnach, dass sie die Unterstützung ihrer eigenen Partei festigen konnte und sogar einige Republikaner auf ihre Seite gezogen hat.

Insgesamt liegt Clinton laut der AP-GfK-Umfrage landesweit mit 51 Prozent vor Trump, der auf 37 Prozent kommt. Die meisten anderen Erhebungen sehen die Ex-US-Aussenministerin ebenfalls weit vor dem Milliardär, wenn auch mit geringerem Abstand.

Der AP-GfK-Umfrage zufolge weiss Clinton 90 Prozent der potenziellen demokratischen Wähler hinter sich. Zudem habe sie den Rückhalt von 15 Prozent der moderat eingestellten Republikaner. Zum Vergleich: 79 Prozent aller befragter Anhänger der Republikaner gaben an, für den Kandidaten ihrer Partei stimmen zu wollen.

74 Prozent sehen Clinton als Siegerin

Bis zur Wahl sind es nur noch zwölf Tage, und Trumps Chancen auf eine Aufholjagd scheinen zu schwinden. Die Wähler wissen dies offenbar: 74 Prozent der befragten Wähler gingen davon aus, dass Clinton das Rennen machen werde, hiess es. Im September waren es noch 63 Prozent.

Zuletzt versuchte Trump jedoch, aus Problemen bei der gesetzlichen Krankenversicherung – dem Prestigeprojekt von Präsident Barack Obama – politisches Kapital zu schlagen. So hat die Regierung eingeräumt, dass die Kosten für Versicherungsbeiträge im kommenden Jahr stark steigen werden.

Doch zweifeln selbst Republikaner daran, dass Trump auf den letzten Metern mit Kritik an Obamacare den Schaden wettmachen kann, den sein Ansehen bei Frauen und Minderheiten genommen hat. «Donald Trump hat seine gesamte Kampagne damit verbracht, gegen die Gruppen anzurennen, die er für den Ausbau seiner Koalition braucht», sagte Whit Ayres, ein republikanischer Meinungsforscher, der als Berater für die gescheiterte Präsidentschaftskampagne von Senator Marco Rubio tätig war. Trumps Wahlkampf sei «strategisch gedankenlos», resümierte Ayers.

Clinton hat 4900 Angestellte, Trump 1500

Auch Clintons Wahlkampfmaschinerie wirkt derzeit geölter als jene ihres Kontrahenten. Eine AP-Prüfung von Daten zu Kampagnenfinanzen ergab, dass ihr Team, das Nationalkomitee der Demokraten und die Ortsverbände der Partei in zwölf Staaten mehr als dreimal so viele bezahlte Mitarbeiter habe wie Trumps Lager und ihn unterstützende republikanische Organisationen. Demnach konnten Clinton und die Demokraten im September auf rund 4900 Angestellte zählen, Trump und die Republikaner auf rund 1500.

Beide Seiten profitieren zwar von zahlreichen Freiwilligen, die an Türen klopfen und bei Wählern anrufen. Auch externe Kräfte wie die Gewerkschaften und die Super PACs – also politische Aktionskomitees mit beliebig hohen Spendengeldern für Werbung für die jeweiligen Kandidaten – mischen mit. Doch wichtige republikanische Unterstützerorganisationen wie jene der milliardenschweren Koch-Brüder sitzen die Präsidentschaftswahl aus Argwohn über Trump aus.

Auch Trump-Berater sehen Trump hinten

Auch die Topberater des Immobilienmoguls haben zuletzt eingeräumt, dass der Kandidat hinten liegt. Doch verwiesen sie auf dessen gut besuchte Kundgebungen und begeisterten Anhänger als Beleg, dass er nicht abzuschreiben sei. Clinton lockt weniger Menschen zu ihren Events und wird von einigen Wählern lediglich als das geringere Übel angesehen.

Im Vergleich zum September sind ihre Zustimmungswerte jedoch leicht gestiegen. 46 Prozent der Befragten sehen Clinton inzwischen in einem günstigen Licht, im Vormonat waren es noch 42 Prozent.

Für die AP-GfK-Umfrage wurden zwischen dem 20. und 24. Oktober 1546 Erwachsene befragt, darunter 1212 potenzielle Wähler. Die Fehlermarge lag bei 2,75 Prozent für alle Befragten, bei potenziellen Wählern bei 3,1 Prozent.

AP/chk

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