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Er war der Brutalste der Sumoringer

Futatsuryu Junichi hatte einen zweifelhaften Ruhm: Er brachte Sumoringer nach ganz oben, wurde aber verurteilt, weil ein Athlet eine Trainingseinheit nicht überlebte. Nun ist Junichi im Gefängnis verstorben.

Futatsuryu (rechts) in den 70er-Jahren in einem Kampf gegen Wajimi. Foto: SumoForum
Futatsuryu (rechts) in den 70er-Jahren in einem Kampf gegen Wajimi. Foto: SumoForum

Futatsuryu Junichi war im Land der kleinen, feinglied­rigen Menschen ein Riese: 1,85 Meter gross, 172 Kilogramm schwer, das war sein Kampfgewicht. Fast 20 Jahre lang gehörte er zu den Besten der japanischen Sumoringer, zwischen 1963 und 1982 war das, die gute alte Zeit in der Sumoringer-Welt, weil die besten Kämpfer nicht, wie heute, aus dem Ausland kamen. Futatsuryu war nie der Allerbeste. Er war in seiner besten Zeit «komusubi», das ist der minderste unter den vier Meisterrängen. Was ihm an Finesse fehlte, machte er durch Aggressivität weg. Er war der böse Riese, der unberechenbare Koloss, eine Allegorie auf die rohe, urgewaltige Kraft. Es schien gelegentlich, dass er erst zufrieden war, wenn er einen Gegner nicht nur besiegt, sondern zerstört hatte.

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