Zum Hauptinhalt springen

CVP wehrt sich gegen eine Berlusconi-Schweiz

Die Mittepartei will bei den Wahlen 17 Prozent der Stimmen gewinnen. Präsident Christophe Darbellay will in vier Kantonen einen zusätzlichen Nationalratssitz erobern. Und er warnt vor Zuständen wie in Italien.

Sieht seine Partei als konstruktive Kraft in der Schweiz: CVP-Präsident Christophe Darbellay.
Sieht seine Partei als konstruktive Kraft in der Schweiz: CVP-Präsident Christophe Darbellay.
Keystone

Zwei Wochen vor den Wahlen hat die CVP-Parteispitze in Freiburg Zuversicht und Kampfgeist demonstriert. Die CVP könne 17 Prozent der Wählerstimmen gewinnen, sagte Parteipräsident Christophe Darbellay vor den Delegierten.

Nie zuvor in der Geschichte der CVP habe die Partei solche Anstrengungen unternommen und so viele Mittel in eine Kampagne gesteckt, sagte Darbellay vor rund 300 Delegierten. Die CVP sei in den Ring gestiegen, um für die Familien und den Mittelstand zu kämpfen: Die CVP sei zu ihrem Kerngeschäft zurückgekehrt und die stärkste Kraft in der Mitte.

CVP will Kräfte für den Schlussspurt mobilisieren

Zwei Wochen vor den Wahlen müsse die CVP alle Kräfte «für den finalen Sprint» mobilisieren und gewinnen, sagte Darbellay. Diese Wahl sei entscheidend für die CVP und die Schweiz.

Die CVP könne in vier Kantonen einen Nationalratssitz hinzugewinnen und im Ständerat die Mehrheit verteidigen, zeigte sich Darbellay überzeugt. Sein Ziel sei es, 17 Prozent Wähleranteil zu erreichen. Dies sei viel, vor allem mit der neuen Konkurrenz im Zentrum. Die CVP habe aber noch ein grosses Potenzial. Bei den letzten Wahlen betrug der Wähleranteil der Partei 14,5 Prozent.

Schweizer wollen kein Berlusconi-Land

«Was wäre die Schweiz ohne uns?», fragte Darbellay weiter. Er kenne wenige Leute, die von einem Berlusconi-Land träumten oder von einem Frankreich mit einem im Stich gelassenen oder mit Subventionen überfütterten Mittelstand und vielen Empörten in den Strassen. Der Grund dafür, dass die Schweiz so gut funktioniere, liege im ständigen Bemühen um Dialog.

Wer von «Wischi-waschi» spreche, wenn die CVP mit viel Arbeit Kompromisse suche und damit Lösungen finde, der habe nichts verstanden und zerstöre die Schweiz Stück für Stück.

Freude über gewonnene Vorlagen

Die CVP habe in der letzten Legislatur im Parlament gute Arbeit geleistet und sei die entscheidende Kraft in Bern, hielt Fraktionschef Urs Schwaller fest. Die Partei habe zwischen 2008 und 2011 81 Prozent der Abstimmungsvorlagen gewonnen, und im Parlament würden über 90 Prozent der Vorlagen in ihrem Sinn entschieden. «Die CVP hat Gewicht», sagte der Freiburger Ständerat.

Die CVP sei die einzige bürgerliche Bundesratspartei, die mit ökologischen Akzenten Umwelt und Wirtschaft verbinde und nicht gegeneinander ausspiele. Dank Bundesrätin Doris Leuthard und der CVP-Fraktion werde die Architektur der zukünftigen Energiepolitik der Schweiz ohne Kernenergie neu gestaltet. Der klare Entscheid des Ständerats zum etappenweisen Ausstieg aus der Kernenergie schaffe Planungssicherheit und eröffne den Weg für eine neue Energiepolitik.

SDA/miw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch