Zum Hauptinhalt springen

LeserreaktionenWarum nicht an den Pranger stellen?

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Die Namen fehlbarer Gastrobetriebe, sollten öffentlich genannt werden, findet ein Leser.
Die Namen fehlbarer Gastrobetriebe, sollten öffentlich genannt werden, findet ein Leser.
iStock

Zu «Fehlbare Beizer kommen mit tiefen Bussen davon»

Warum nicht an den Pranger stellen?

Wenn Automobilkonzerne ihre Kunden betrügen, wie beim Abgasskandal, dann werden sie öffentlich genannt und an den Pranger gestellt. Wenn Banken den Staat betrügen, etwa bei Beihilfe zu Steuerhinterziehung, dann werden sie genannt und an den Pranger gestellt. Warum darf man Gastrobe­triebe, die ihre Kunden be­trügen mit falschen Deklarationen, die gebüsst und verurteilt sind, nicht öffentlich nennen und an den Pranger stellen?

Thomas Welti, Stettlen

Zu «Die wichtigsten Antworten zum Coronavirus».

Das ist einfach nur gruusig

Bedenklich ist, dass in dieser Zeitung stehen muss, wie man sich die Hände waschen sollte. Viele Erwachsene benützen Toiletten in Restaurants und verlassen den Raum ohne Wasser- und Seifenkontakt. – Dabei wird etwa die Türklinke kontaminiert. – Dann setzen sie sich ungeniert wieder an den Tisch, wo sie sich einen Kaffee gönnen. Wääh, das ist einfach nur gruusig. Weiter sollten Eltern ihren Kindern daheim erklären, was Hygiene im Alltag bedeutet.

Katharina Flück, Zollikofen
Zu «Kein Engandiner, kaum mehr Fasnacht»

Könnte Verbreitung signifikant verzögern

Gemäss öffentlichem Wissensstand wurden alle bisher be­stätigten Covid-19-Infektionen in der Schweiz via Auslands­reisen eingeführt. Der Bundesrat wäre gut beraten, an den Schweizer Grenzen entsprechende Kontrollen und Beratungen der Reisenden anzuordnen. Dies könnte die Verbreitung der Krankheit hier signifikant verzögern. Dem Gesundheitswesen und den Behörden würde dies helfen, Zeit zu gewinnen, entsprechende Massnahmen für die Heilung Betroffener zu planen und umzusetzen.

Stefan Hänggi, Stettlen

Was ist da eigentlich los gewesen?

Jetzt bin ich über neunzig Jahre alt und kann mich an keinen einzigen Fall erinnern, wo ein im Grunde unbedeutendes Ereignis eine derartige Mega-Super-Hysterie ausgelöst hätte. Ein einziger Todesfall legt ganze Landstriche lahm, und die Experten sorgen sich, ob das jetzt eine Epidemie ist oder schon eine Pandemie? Schulen werden geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, Hamsterkäufe fegen die Regale leer, und sogar die Börsenkurse fallen, obwohl kein Mensch weiss, wie Aktien die Grippe bekommen können. Und in ein paar Wochen wird sich alle Welt fragen: Was ist da eigentlich los gewesen?

Otto Hartmann, Gunten

Zu den Themen Coronavirus/Klimawandel

Vielleicht kommt bald die Corona-Steuer

Beim Durchblättern der Zeitung fällt auf, dass das Klima dank Coronavirus nahezu gerettet zu sein scheint. Es gibt fast nichts mehr zu lesen über Klimaschutz, Klimawandel et cetera. Da bin ich mal gespannt, welches der nächste Schreck ist, den die Verantwortlichen verkünden werden und für den sie die verängstigte Bevölkerung bezahlen lassen. Nebst der Klimasteuer oder den Klimaabgaben kommt vielleicht bald die Corona-Steuer dazu. Das Virus wird ja auch unter der Bevölkerung weiterverbreitet und müsste somit steuerpflichtig sein.

Konrad Landolt, Frutigen


Zur Konzernverantwortungs­initiative

Profit machen auf Kosten der Gesundheit

Wie würden wir reagieren, wenn auf unsern Feldern trotz Verbot hochgiftige Chemikalien verwendet würden? Wir wären empört. Genau diese Chemikalien werden aber zum Beispiel von Syngenta in Massen an Entwicklungsländer verkauft und dort eingesetzt. Zahlreiche Leute erkranken und sterben deshalb. In vollem Wissen Profit machen auf Kosten der Gesundheit von Mensch und Umwelt? Das darf nicht sein. Deshalb unterstütze ich die Konzernverantwortungsinitiative, die Firmen, die so menschenverachtend Geschäfte machen, zur Verantwortung ziehen will. Eine Selbstverständlichkeit für Menschenfreunde.

Stefan Vögeli, Bolligen

1 Kommentar
    Wwl

    Nicht an den Pranger stellen, denn im Betrieb kann bei einer Kontrolle etwas mangelhaft sein, das die Qualität der angebotenen Speisen gar nicht beeinträchtigt. So gesehen stellt sich die Frage was wann wie an den Pranger kommen müsste. Eine fast unlösbare Forderung!