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LeserreaktionenWem nützt die Verschandelung des Werkes?

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

N wie …: Muss dieses Wandbild  im Schulhaus Wylergut in Bern entfernt werden?
N wie …: Muss dieses Wandbild im Schulhaus Wylergut in Bern entfernt werden?
Foto: Adrian Moser

Zu «Muss das rassistische Alphabet weg?»

Moralterroristen

Siebzig Jahre lang störte das Alphabet, welches von «linken» Künstlern erschaffen wurde, niemanden. Dass die Schweiz eine «koloniale Vergangenheit» hat, wusste ich übrigens gar nicht. Dass aber die rot-grüne Stadtregierung hinter diesem Unsinn steht, erstaunt nicht. Ich sehe allerdings nicht, wem die Verschandelung des Werkes nützen soll. Nächstens wird Gölä wohl seinen Song «s‘git keini Indianer meh» neu texten müssen, um diesen Moralterroristen gerecht zu werden. George Orwell lässt grüssen. Adrian Junker, Enggistein

Dieses Wort war normal

Als das Bild entstand, war es normal, Schwarzafrikaner als Neger zu bezeichnen und Native Americans als Indianer. Die Bezeichnung hatte keinen abwertenden Beigeschmack, obwohl man natürlich ihre Geschichte kannte. Das könnte man ganz einfach den Kindern so erklären. Onlinekommentar von Silvia Brun

Zitat des Tages

«Aber Bier aus Worb im Appenzell abfüllen zu lassen, das darf sich ein weiser regionaler Anbieter nicht leisten.»

Reto Reusser

Zu «Berner Sonntagstracht mit Schweizer statt chinesischer Seide»

Kritisch hinterfragen

Das klingt wunderbar, nach Regionalprodukt. Kritisch zu hinterfragen gibt es jedoch Manches: Der Maulbeerbaum ist nicht einheimisch, die Seidenraupe auch nicht. Der Hauptfaden wird aus Brasilien importiert. Die Farbe dürfte ebenfalls importiert sein. Oft wird Seide in subventionierten Institutionen hergestellt, womit das Produkt indirekt ein Mehrfaches kostet. Um die Kokons zu erhalten, müssen die Seidenraupen kiloweise Maulbeerblätter fressen und verdauen; eine Raupe frisst bis zu 45 Kilos. Für ein Kleid braucht es schätzungsweise 1700 Kokons. Für eine Schürze werden hunderte von Seidenraupen verbrüht und somit getötet. Wir sollten auf eine raue Schürze aus Schweizer Leinen umstellen, auch oder im Speziellen für die Sonntagstracht. Ruth Sutter, Belp

Zur Begrenzungsinitiative

Steuerung der Einwanderung ist sozial

Die Konsequenz der ungesteuerten Einwanderung ist eindrücklich: Auf jede Schweizer Arbeitsstelle können sich 500 Millionen EU-Bürger bewerben. Jeder EU-Bürger kann, bei genügend Finanzen, sich auch ohne Arbeitsstelle in der Schweiz niederlassen. Mit der resultierenden Million Zuzüger in 13 Jahren gehört die Schweiz zu den Ländern mit der weltweit anteilsmässig grössten Einwanderung. Die EU-Beitrittskandidaten Albanien, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und Türkei sowie die Unionsbürgerschaft wird die Konkurrenz für den Mittelstand auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt noch weiter verschärfen. Zusätzlich erhöht sich das Ungleichgewicht zwischen natürlichen Ressourcen und Einwohnerzahl. Bereits heute muss die Hälfte der Energie und ein Drittel der Lebensmittel importiert werden. Jede Sekunde geht ein Quadratmeter Landwirtschaftsfläche verloren. Eine Steuerung der Einwanderung ist sozial für unsere Arbeitslosen, solidarisch mit dem Mittelstand und nachhaltig für Natur und Umwelt. Stefan Hänggi, Stettlen

Zu «Egger Bier: Gebraut in Worb, abgefüllt in Appenzell»

Das darf man sich nicht leisten

Schade, Schade – der Brand Egger und das Logo sind gut in der Region verankert. Aus der Lokalität (Restaurant und Brauerei) könnte man viel machen. Aber das Produkt im Appenzell abfüllen zu lassen, das darf sich ein weiser regionaler Anbieter heutzutage ganz einfach nicht leisten. Onlinekommentar von Reto Reusser

Wahnsinn

Mit dem Bier von Worb in die Ostschweiz zum Abfüllen: Das kann ich so nicht gutheissen – Wahnsinn, diese Vorgehensweise. Nur so zur Erinnerung, liebe Familie Egger, eine Abfüllanlage gibt es auch bei der Firma Ramseier in Sursee. Onlinekommentar von Urs Studer

Zu «Kanton will Nutzung der erneuerbaren Energien steigern»

Besser spät als nie

Hat es die Regierung im Kanton Bern doch langsam gemerkt, dass in Zukunft erneuerbare Energie wirksamer ist? Obwohl die Einsicht der Förderung ein wenig spät kommt, wenigstens hat es die Regierung noch gemerkt. Ich hoffe nun, sie halten sich auch in Zukunft an ihr Vorhaben, auch in der Realisierung und Förderung solcher Projekte mit erneuerbarer Energie. Martin Fischer, Worb