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Neues Angebot für MountainbikerWichtiger Pfeiler für den Bikepark

Rund um den Thunersee werden seit Jahren verschiedene Anlagen für Biker geplant. Nun wird die Sache konkret. Der Spatenstich für die erste Bikestrecke bei Thun ist erfolgt.

Der Spatenstich ist erfolgt:  (v.l.) Jérôme Hunziker und Moritz Flückiger (Flying Metal
GmbH), Ursulina Huder (Gemeinderätin Steffisburg), Frank Heinzmann (Vertreter der Stadt Thun), Ramon Hunziker (Flying Metal GmbH), Sam Hunziker (Präsident Verein Bikepark Thunersee), Christoph Hubacher (Verwalter Burgergemeinde Thun) sowie Mitinitiant Peter Dütschler.
Der Spatenstich ist erfolgt: (v.l.) Jérôme Hunziker und Moritz Flückiger (Flying Metal
GmbH), Ursulina Huder (Gemeinderätin Steffisburg), Frank Heinzmann (Vertreter der Stadt Thun), Ramon Hunziker (Flying Metal GmbH), Sam Hunziker (Präsident Verein Bikepark Thunersee), Christoph Hubacher (Verwalter Burgergemeinde Thun) sowie Mitinitiant Peter Dütschler.
PD

Singletrails, Flowtrails, E-Bike-Routen, Rennvelostrecken, Vita-Bike-Loops und Pumptracks: Geht es nach den Machern vom Verein Bikepark Thunersee, dann sollen sich Mountainbiker in der Region bald so richtig austoben können.

Nun sind sie einen wichtigen Schritt weiter. Die Idee existiert seit Montag nicht nur in den Köpfen und auf dem Papier, sondern wird konkret im Wald umgesetzt. Der Spatenstich für die erste Strecke ist erfolgt. Sie führt von der Rabenfluh nach Steffisburg.

Es ist höchste Zeit, dass etwas passiert.»

Sam Hunziker, Präsident Verein Bikepark Thunersee

«Es ist ein Freudentag», sagt Sam Hunziker. Er ist Präsident des Vereins Bikepark Thunersee und Kämpfer der ersten Stunde. Dem Tag sei eine lange Zeit von Verhandlungen, Rückschlägen und Überzeugungsarbeit vorausgegangen, so Hunziker. «Entsprechend glücklich bin ich, dass es nun endlich losgeht.»

Er ist überzeugt, dass sich künftig dank der Entflechtung das angespannte Verhältnis zwischen Bikern und Wanderern entspannen wird. «Es ist höchste Zeit, dass etwas passiert.»

Ambitioniertes Bauprogramm

Die Flying Metal GmbH um Jérôme und Ramon Hunziker, die Söhne von Sam Hunziker, ist für die Realisierung zuständig. Sie hat ein ambitioniertes Bauprogramm definiert. Die rund zwei Kilometer lange Strecke soll binnen fünf Wochen entstehen. Die offizielle Eröffnung ist am 16. Mai.

Kosten wird der Rabenfluh-Trail 160’000 Franken. Nebst Sponsoren beteiligen sich auch die Gemeinden Thun und Steffisburg sowie die Vereinsmitglieder. Weiter fliesst Geld aus dem kantonalen Sportfonds.

Werden andere Projekte auch flügge?

Die Strecke von der Rabenfluh nach Steffisburg ist der erste Streich. Weitere sollen folgen. Projektiert ist beispielsweise ein Trail zwischen Goldiwil und Thun. Das Baubewilligungsverfahren läuft. Hunziker hofft, dass der Verein bald grünes Licht bekommt.

Wir müssen zuerst das Geld zusammenbekommen.»

Sam Hunziker, Präsident Verein Bikepark Thunersee

Gebaut wird dort heuer jedoch noch nicht. «Wir müssen zuerst das Geld zusammenbekommen», sagt Hunziker. Der Verein Bikepark konzentriere sich deshalb nun auf die Realisierung des Rabenfluh-Trails.

Die Frage nach der Finanzierung stellt sich auch beim Heartbeat-Trail am Niederhorn. Die Strecke von Beatenberg in die Beatenbucht ist bereits bewilligt. Letztes Jahr hat sich aber die Niederhornbahn AG zurückgezogen. Die Verantwortlichen befürchteten, dass sie für den Betrieb der Strecke draufzahlen müssten. Das Risiko wollten sie nicht eingehen.

Die neue Trägerschaft bilden nun der Verein Bikepark Thunersee und Tourismus Beatenberg. Die Geldsuche läuft. Die rund 2,8 Kilometer lange Strecke soll 340’000 Franken kosten.

Rückenwind ausnützen

Doch damit nicht genug. Der Verein Bikepark Thunersee steht in Kontakt mit mehreren lokalen Bikeclubs im Oberland. Sie sollen kleinere Projekte wie Vita-Bike-Loops realisieren.

Ein Vita-Bike-Loop ist ein Trail mit verschiedenen Hindernissen, welche die Biker herausfordern, aber auch Spass machen. Geeignet sind sie für stadtnahe Grünzonen oder Wälder. «Wir hoffen, dass wir den Rückenwind ausnützen können», sagt Sam Hunziker.