Wie geht es weiter mit der Schule?

WachseldornWenige

Tage nach der Fusionsabstimmung steht in Wachseldorn

eine weitere wegweisende Gemeindeversammlung an. Am kommenden Montag

entscheiden die Stimm-

bürger, wie es mit der

Schule weitergehen soll.

«Entscheid über Schulschliessung»: So lautet das Traktandum der zweiten ausserordentlichen Gemeindeversammlung in Wachseldorn. Nach der Fusionsabstimmung (wir berichteten) steht in der kleinen Gemeinde in Thuns Osten innert weniger Tage eine weitere wegweisende Versammlung auf dem Programm. «Im Mittelpunkt steht die Zukunft unserer Schule», sagt Rosmarie Rüegsegger, Präsidentin der örtlichen Schulkommission. Konkret werden Schulkommission und Gemeinderat den Stimmbürgern die Schliessung der Schule auf das neue Schuljahr beantragen. «Aufgrund der Schülerzahlen ist es nicht mehr möglich, eine qualitativ zeitgemässe Schule zu führen», begründet die Schulkommissionspräsidentin. Insbesondere mit Blick auf das Einführen des Frühfranzösisch ab der 3.Klasse im kommenden Sommer und ab dem Schuljahresbeginn 2013 mit Frühenglisch für die 5.Klasse. Zudem sehe sich die Schule Wachseldorn mit Streichungen von Wahlfächern wie zum Beispiel Tastaturschreiben oder fakultatives Werken konfrontiert. «Unsere Schüler haben diesbezüglich ungleiche Chancen gegenüber Gleichaltrigen anderer Schulen, welche die entsprechenden Lektionen besuchen können», betont Schulleiter Matthias Döring. Aktuell gehen in Wachseldorn die 14 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6.Klasse gemeinsam in eine Klasse. Diverse Varianten geprüft Zwar weisen die Schülerzahlen in Zukunft darauf hin, dass dort auch weiterhin eine entsprechende Klasse geführt werden kann. «Eine solche Klasse zu führen, ist jedoch für Lehrkräfte wie auch für Eltern eine grosse Herausforderung, weil abteilungsweise Lektionen nur noch minimal angeboten werden können», erklärt der Schulleiter. Die Schulkommission hat deshalb mit Nachbargemeinden verschiedene Varianten für das Auslagern der Schüler geprüft. Sie wird dem Souverän am Montag vorschlagen alle Schüler künftig nach Oberlangenegg zum Unterricht zu schicken und sie dort in die bestehenden Klassen zu integrieren. Nicht zuletzt auch deshalb, weil bereits die Schüler der Realstufe, 7. bis 9.Klasse, seit 2007 dort die Schulbank drücken. Zudem arbeiten die beiden Gemeinden auch in Sachen Kindergarten zusammen. Sollten die Stimmbürger am Montag dem Antrag des Gemeinderates und der Schulkommission folgen, würde im Schulhaus Wachseldorn einzig der Kindergarten, gemeinsam mit der Gemeinde Oberlangenegg, weitergeführt. Zudem wäre auch ein Zusammengehen der beiden Schulkommissionen von Oberlangenegg und Wachseldorn ein Thema. Noch offen sei, wie die Räumlichkeiten im Schulhaus Wachseldorn bei einer Auslagerung der Schule in Zukunft genutzt würden. «Wir warten jetzt erst einmal den Entscheid vom Montag ab», sagt Rosmarie Rüegsegger. Stefan KammermannDie ausserordentliche Gemeindeversammlung findet am Montag, 21.März, um 20 Uhr im Schulhaus Wachseldorn statt.>

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