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Moutier-Autonomisten«Wir wollen einen Abstimmungskampf ohne Hass»

Die Autonomisten starteten am Freitag ihre Kampagne für die zweite Moutier-Abstimmung im März 2021. Das Komitee will einen «respektvollen Abstimmungskampf».

Kampagneleiter Cedric Erard betont, dass die projurassische Seite einen respektvollen Abstimmungskampf für den Wechsel Moutiers zum Kanton Jura führen wolle.
Kampagneleiter Cedric Erard betont, dass die projurassische Seite einen respektvollen Abstimmungskampf für den Wechsel Moutiers zum Kanton Jura führen wolle.
Foto: Keystone

Die Autonomisten haben am Freitag ihre Kampagne für die zweite Moutier-Abstimmung am 28. März 2021 lanciert. Dann entscheiden die Stimmberechtigten des bernjurassischen Städtchens, ob Moutier vom Kanton Bern zum Kanton Jura wechseln soll. «Wir wollen einen positiven und respektvollen Abstimmungskampf ohne jeglichen Hass», sagte Kampagnenleiter Cédric Erard am Freitag vor den Medien.

Das Abstimmungskomitee werde seine Arbeit wegen des Coronavirus anpassen müssen, führte Erard aus. Dennoch will die Gruppierung «Moutier ville jurassienne» im Abstimmungskampf von Tür zu Tür gehen, um für ihr Anliegen zu werben. Das Komitee möchte vor allem jene ansprechen, die neu im Ort sind oder Einwohner, die man bei der ersten Abstimmung 2017 nicht erreicht hatte.

Daneben wird sich die Abstimmungskampagne auf klassische Strategien wie Plakate, Werbung und kleine Werbegeschenke stützen. Auch in den Sozialen Medien will «Moutier ville jurassienne» aktiv sein.

«Wollen Ergebnis bestätigen»

Für die projurassische Seite war das erste Abstimmungsergebnis vom Juni 2017 kein Zufall. «Wir wollen das Ergebnis bestätigen», betonte Erard. Dass es zu einem Nein zum Kantonswechsel kommen könnte, glaubt Erard nicht «Wir sind zu viele», zeigte er sich überzeugt.

Am 18. Juni 2017 hatte sich die Stimmberechtigten mit 137 Stimmen Vorsprung für den Beitritt zum Kanton Jura entschieden. Das Abstimmungsresultat wurde allerdings von der Regierungsstatthalterin wegen Unregelmässigkeiten annulliert. Das bernische Verwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid. Die Projurassier verzichteten auf einen Weiterzug des Urteils ans Bundesgericht.

sda/ngg

2 Kommentare
    Jörg Kramer

    Auch in diesem Artikel ist wieder von Autonomisten die Rede. Schreibt doch gleich wieder in der Sprache der alten Clichés, von Separatisten, Freischärlern etc. Besser wäre, man mache sich einmal ein eigenes Bild von den Zuständen im hinteren Berner Jura. Dort gibt es nicht nur einen Röstigraben, weil französisch gesprochen wird. Nein, es herrscht auch ein grosser Mentalitätsunterschied, der zu Missverständnissen führt. Artikel, wie dieser helfen überhaupt nicht, Leute zu überzeugen, beim Kanton Bern zu bleiben.