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Streit um die SkisaisonWird die Gondelbahn zur Virenschleuder?

Stolz der Schweizer, Eroberer der Berge – das war einmal. In Corona-Zeiten gilt nicht nur das Après-Ski, sondern auch das Gondeli als gefährlicher Virenherd. Zu Recht?

Der neue Stil am Berg: Mit Atemschutzmasken in der Luftseilbahn «Rotair» des Titlis.
Der neue Stil am Berg: Mit Atemschutzmasken in der Luftseilbahn «Rotair» des Titlis.
Foto: Alexandra Wey (Keystone)

Die Seilbahn surrt den Titlis hoch, dem Himmel entgegen. Sie wird an diesem Wochenende 4000 Personen hinauftragen, die meisten davon bereits mit Ski. Ein guter Wert für den Frühwinter.

Urs Egli sitzt auf der Terrasse des Bergrestaurants und schaut der Seilbahn zu. Die Besucherzahlen machen Egli zufrieden, er blinzelt in die Sonne, die über das Grauhorn steigt. «Das ist ein Leben», sagt er.

Egli hat hier Skifahren gelernt, unzählige Jauchzer über die Tiefschneehänge geschickt. Seit diesem Sommer ist der Mann aus Sursee bei den Titlis-Bahnen für die Kommunikation zuständig. Er hat derzeit viel zu erklären. Seine Branche ist seit Tagen in den Schlagzeilen, muss sich rechtfertigen; erklären, warum auch in diesen Zeiten Menschen in Massen in die Berge fahren sollen. Aus dem Norden, Deutschland, kommt die ultimative Forderung: Schliesst die Skigebiete! Aus dem Süden, Italien, schallt es ebenfalls hinauf: Chiudere! Und dazwischen stehen Menschen wie Urs Egli und sagen: «Man muss differenzieren.»

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