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2011 Britischer Premier Cameron ruft EU-Länder zu Schuldenabbau auf

Der britische Premierminister David Cameron hat Europa in einer engagierten Rede auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) zu Optimismus aufgerufen.

Die Probleme könnten überwunden werden, es brauche aber einen Richtungswechsel, insbesondere bei den Staatsschulden. Cameron riet zu Liberalisierungen, Förderung von Innovation und Freihandelsabkommen mit Ländern in Asien, Nahost und Lateinamerika. Europa sei sein eigener schlimmster Feind, weil hohe Schulden angehäuft worden seien und zu viele Barrieren Finanz- und Handelsströme behinderten. Im Schnitt betrage die Verschuldung der EU-Länder bereits 80 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Bei Grossbritannien kämen allein in diesem Jahr 10 Prozent hinzu. Damit verteidigte Cameron die von seiner Regierung beschlossenen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen. Die Opposition kritisierte diese unlängst als viel zu hart, nachdem die britische Wirtschaft im vierten Quartal 2010 überraschend geschrumpft war. Schmerzhafte Einschnitte Für Cameron gibt es dennoch keine Alternative zu schmerzhaften Einschnitten, da Grossbritannien sonst in die «Gefahrenzone» von Griechenland und Irland gekommen wäre. Oberstes Ziel sei, das Schreckgespenst massiver Staatsschulden zu vertreiben. Auch die europäischen Banken müssten sich weiter stärken. Der letztjährige Stresstest sei viel zu lasch gewesen, hätten doch kurz darauf als ungefährdet taxierte irische Staaten vor der Pleite gerettet werden müssen. Am Erfolg des Euro sei Grossbritannien interessiert, werde die Gemeinschaftswährung aber nicht einführen, da eine eigene Devise und unabhängige Geldpolitik für eine so grosse Volkswirtschaft sinnvoll sei, sagte Cameron.

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