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2011 Doha-Runde: Merkel und Cameron drängen auf Abschluss noch 2011

Angela Merkel und David Cameron haben am Weltwirtschaftsforum (WEF) gemeinsam mit WTO-Generalsekretär Pascal Lamy einen Abschluss der Doha-Liberalisierungsrunde bis Ende Jahr gefordert.

Es sei die letzte Chance. Der britische Premierminister Cameron bezeichnete es als lächerlich, dass sich die Verhandlungen bereits über zehn Jahre hingezogen haben. «Wir können uns einfach nicht noch ein Jahrzehnt leisten», sagte Cameron in einer Podiumsdiskussion am Freitagabend in Davos. Denn mit Handel lasse sich Wohlstand am besten schaffen, und Handel sei der beste Stimulus für die Wirtschaft. Für die deutsche Bundeskanzlerin Merkel ist die Gelegenheit sehr gut. Sie verwies auf die neue Regierung in Brasilien und die 2012 anstehenden Präsidentenwahlen in den USA. Die Doha-Runde zur Liberalisierung der Weltwirtschaft ist seit zwei Jahren blockiert. Schwellenländer widersetzten sich der geforderten Öffnung für Industriegüter, weil sie nur beschränkt Konzessionen bei den Landwirtschaftsprodukten erhielten. Die Wirtschaftskrise verhärtete die Positionen. Stattdessen griffen einige Staaten zu Protektionismus, andere auf bilaterale Freihandelsabkommen zurück. Die nächste Ministerkonferenz der 153 Mitgliedsländer zählenden Welthandelsorganisation (WTO) ist im Dezember in Genf geplant.

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