Zum Hauptinhalt springen

2011 Papandreou: Griechische Staatsschulden werden beglichen

Der griechische Premierminister Giorgios Papandreou hat am Weltwirtschaftforum (WEF) für das Vertrauen der Finanzmärkte geworben.

Er schloss aus, dass die griechischen Staatsschulden verspätet oder nur teilweise beglichen werden. Griechenland werde den Verpflichtungen gegenüber Privatgläubigern nachkommen und die Schulden nicht restrukturieren. Hingegen verlängerten der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU ihre Kredite für Griechenland. Die Bedingungen dafür würden diskutiert. Mit drastischen, «lehrbuchmässigen» Einsparungen, etwa bei Pensionen und in der Verwaltung, sei Griechenland auf dem richtigen Weg und eines der transparentesten Länder geworden. Die Märkte hätten darauf aber noch nicht reagiert, sagte Papandreou. Es sei das Ziel der Regierung, dass sich Griechenland noch im laufenden Jahr wieder an den Kapitalmärkten finanzieren könne. Drastische Sparmassnahmen seien auch in Grossbritannien unumgänglich, sagte der stellvertretende britische Premierminister Nick Clegg und nahm damit Bezug zu den umstrittenen Beschlüssen der neuen Regierung. Der Schuldenberg sei so gross, dass alleine für die Zinsen pro Tag 129 Millionen Pfund fällig würden. Während Papandreou den Euro als «Friedensprojekt» lobte, bevorzugt Clegg vorläufig weiterhin eine eigene Währung. Grossbritannien wolle zwar «jetzt nicht» dem Euro beitreten, sei aber am Erfolg der Einheitswährung interessiert. Für Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), «lieferte der Euro, was von ihm verlangt wurde, nämlich Preisstabilität». Neben einer Währungsunion brauche es aber auch eine starke Wirtschaftsunion mit «quasi-automatischen Sanktionen» bei Verstössen gegen Defizitlimiten. Trichet verwies darauf, dass in den USA und Japan die Staatsschulden höher seien als in Europa.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch