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AIG will den Staat auszahlen

New York Der gestrauchelte und vom Staat aufgefangene US-Versicherungsriese AIG will wieder auf eigenen Beinen stehen.

Er verhandele mit der Regierung über einen Komplettausstieg, sagte Konzernchef Robert Benmosche am Freitag. Der Steuerzahler solle sein Geld zurückbekommen. «Wir glauben, wir werden das schaffen.» Das Geschäft laufe gut, die Mitarbeiter seien motiviert. «Es herrscht eine ganz andere Tonlage als vor zwölf Monaten.» AIG hatte sich mit komplizierten Finanzkonstrukten auf dem US- Häusermarkt verspekuliert. Um den einst weltgrössten Versicherer zum Höhepunkt der Finanzkrise vor dem Kollaps zu bewahren, hatte der US- Steuerzahler mehr als 182 Mrd. Dollar in das Unternehmen pumpen müssen. Der Staat hält nun 80 Prozent der Anteile. Einen kleinen Teil seiner Schulden gegenüber dem Staat hat AIG im zweiten Quartal bereits zurückgezahlt. Das gelang durch Einnahmen aus Spartenverkäufen und einem profitablen Versicherungsgeschäft. 1,3 Mrd. Dollar hat AIG im Kern verdient. Eine milliardenschwere Abschreibung auf die abgestossene Lebensversicherungs-Tochter Alico führte unterm Strich jedoch zu einem neuerlichen dicken Verlust. AIG ist immer noch einer der grössten Lebensversicherer der Welt und der grösste Finanzierer von Flugzeugen. Zudem versichert AIG weiterhin Hypotheken. Der Konzern hatte vor zwei Jahren mit 99,3 Mrd. Dollar den höchsten Verlust der US-Wirtschaftsgeschichte angehäuft.

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