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Amazon enttäuscht mit Weihnachtsgeschäft

Seattle Gut ist den Börsianern oft nicht gut genug: Der weltgrösste Onlinehändler Amazon ist von den Anlegern trotz eines Umsatzsprungs um 36 Prozent auf 13 Milliarden Dollar im Schlussquartal heftig abgestraft worden.

Die ohnehin gereizten Investoren hatten auf ein noch besseres Weihnachtsgeschäft gehofft und schickten die Aktie nachbörslich um 9 Prozent in den Keller. Amazon kann es seinen Anlegern derzeit nur schwer Recht machen. Um das Geschäft anzukurbeln, setzt der Konzern auf niedrige Preise, gibt viel Geld für Werbung aus und investiert kräftig in sein Liefersystem. Das aber nagt am Gewinn, was die Börsianer schon in den vorangegangenen Quartalen verärgerte. Zum Jahresende verdiente Amazon 416 Millionen Dollar und damit eher dürftige 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im kommenden Quartal erwartet das Management um Gründer und Unternehmenschef Jeff Bezos sogar einen Gewinnrückgang, was die Stimmung an der Börse zusätzlich vergiftete. Der Umsatz soll weiterhin deutlich zulegen. Das meiste Geschäft macht Amazon mittlerweile mit Elektronikartikeln, Mode und allem anderen, was in einem Kaufhaus zu finden ist. Zum Handelsimperium gehören neben dem Schuhverkäufer Zappos.com seit kurzem auch der Babyartikel-Spezialist diapers.com sowie die Online-Drogerie soap.com.

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