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Arabischer Staatsfonds will zwei Posten im Unicredit-Aufsichtsrat

Mailand Der arabische Staatsfonds Aabar macht seinen gestiegenen Einfluss bei der italienischen Grossbank Unicredit geltend.

Die Investitionsgesellschaft aus Abu Dhabi, die bei der 7,5 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung des Instituts im Januar zum grössten Einzelaktionär aufstieg, fordert zwei Sitze im Aufsichtsrat. Einen der Sitze soll Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo erhalten, der zweite ist für Aabar-Präsident Khadem Al Qubaisi vorgesehen, wie aus der am Montagabend vorgestellten Kandidatenliste hervorgeht. Die Araber halten inzwischen 6,5 Prozent der Unicredit- Anteile. Vertreter des Staates Libyen - vor der Kapitalerhöhung noch grösster und höchst umstrittener Einzelaktionär bei Unicredit - sollen vom Aufsichtsrat ausgeschlossen werden. Nach dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi hatte die Übergangsregierung den Anteil des Landes an der Bank von 7,6 Prozent auf 4 Prozent verwässern lassen. Die italienischen Finanzbehörden hatten vor drei Wochen einen 1,25-prozentigen Unicredit-Anteil im Besitz der libyschen Investmentbehörde LIA im Wert von gut 600 Millionen Euro beschlagnahmt. Der Anteil ist nach Angaben des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag direkt auf die Familie Gaddafis zurückzuführen.

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