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Auftragseingang bei Lem nicht einmal mehr halb so gross wie 2010

Der Elektronikkomponentenhersteller Lem hat mit einer extrem schwankenden Auftragslage zu kämpfen: In der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2011/12 ist der Auftragseingang nicht einmal mehr halb so hoch wie noch vor einem Jahr, als das Unternehmen die Produktionskapazitäten sogar noch ausbauen musste.

Das Genfer Unternehmen, das Komponenten zu Strom- und Spannungsmessung in den verschiedensten Bereichen herstellt, hat dieses Jahr von April bis September Aufträge mit einem Volumen von 80,4 Millionen Fr. entgegengenommen. 2010 belief sich der Auftragseingang in derselben Periode noch auf 184,4 Millionen Franken. Mit ein Grund für den Bestellungseinbruch sind allerdings auch Stornierungen alter Bestellungen in Höhe von 24,5 Millionen Franken, wie aus einem Communiqué vom Dienstag hervorgeht. Der Halbjahresumsatz von Lem reduzierte sich unter dem Einfluss des starken Frankens gegenüber dem Vorjahr um 11,5 Prozent auf 125,5 Millionen Franken. Mit konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz um 2,9 Prozent gestiegen. Beim operativen Ergebnis offenbart sich auch der Grund, weshalb Lem kürzlich ein Sparprogramm und den Abbau von 200 der insgesamt 1300 Stellen ankündigte: Der EBIT sank um mehr als einen Drittel um 19,2 Millionen Franken. Unter dem Strich blieben dem Komponentenhersteller 15,0 Millionen Franken, womit der Reingewinn 24,1 Prozent tiefer ausgefallen ist als letztes Jahr. Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres erwartet Lem im Industriesegment eine Stabilisierung der Auftragseingang auf tiefem Niveau sowie einen weiteren Rückgang des Umsatzes. Mit den ergriffenen Massnahmen werde die Kostenbasis aber dem aktuellen Verkaufsniveau angepasst. Die Sparte, welche als Zuliefererin der Automobilindustrie tätig ist, werde dagegen von der gegenwärtigen Wachstumsdynamik der Branche profitieren, so Lem.

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