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Autohersteller fahren auf US-Markt Absatzplus ein

Bern Zahlreiche US-Bürger haben sich im vergangenen Monat ein neues Auto in die Garage gestellt.

Sowohl die grossen amerikanischen Autohersteller als auch internationale Konzerne verbuchten ein Absatzplus, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Besonders gut liefen die Geschäfte für Chrysler: Das mittlerweile zu Fiat gehörende Unternehmen verkaufte im Juli 112'026 Autos, ein Absatzplus von über 20 Prozent, wie Chrysler am Dienstag mitteilte. General Motors verkaufte mit insgesamt 214'915 Fahrzeugen 7,6 Prozent mehr Autos als im Vorjahresmonat. Ford vermeldete einen Absatzanstieg um rund neun Prozent auf 180'865 Autos. Auch für die US-Tochter von Volkswagen war es ein guter Monat: Mit 29.066 Autos rollten fast 22 Prozent mehr Autos von Europas grösstem Autokonzern auf amerikanische Strassen. Audi und Daimler setzten beide rund 17 Prozent mehr Autos auf dem US-Markt ab, BMW gut zwölf Prozent. Weniger gut verkauften sich die Sportwagen von Porsche: Der Stuttgarter Konzern vermeldete ein nur leichtes Plus von zwei Prozent. Trotz der steigenden Absatzzahlen äusserten sich Experten zurückhaltend: Wegen der Vorkommnisse der vergangenen Monate seien die amerikanischen Verbraucher sehr misstrauisch, sagte ein GM- Manager. Analysten warnten zudem, dass hohe Arbeitslosenzahlen und die Sorge um die Entwicklung der US-Konjunktur die Automobilkonzerne dazu zwingen könnte, grosszügigere Rabatte anzubieten. Als Schlusslicht erwies sich Toyota: 130.802 Autos brachte der Konzern im Juli in den USA an den Mann - fast 23 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Erst wenige Stunden zuvor hatten die Japaner schon vermelden müssen, dass der Absatz von April bis Juni - also unmittelbar nach der Erdbebenkatastrophe in Japan vom 11. März - weltweit um fast ein Viertel auf 1,6 Millionen Fahrzeuge eingebrochen war. Wegen ausbleibender Zulieferteile hatte nicht nur in Japan, sondern auch in Amerika die Produktion des einstigen Vorzeigeunternehmens gestockt. Erstmals seit zwei Jahren musste der Konzern damit im ersten Geschäftsquartal auch einen operativen Verlust von umgerechnet 980 Millionen Euro ausweisen. Vor einem Jahr hatte noch ein Quartalsgewinn von fast zwei Milliarden Euro zu Buche gestanden.

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