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Bank Austria rutscht tief in der Verlustzone

Wien Weitere hohe Abschreibungen auf die Töchter in Kasachstan und der Ukraine sowie auf griechische Staatsanleihen haben die österreichische Unicredit-Tochter Bank Austria im dritten Quartal tief in die Verlustzone gedrückt.

Insgesamt musste das Institut Wertberichtigungen von rund 950 Millionen Euro vornehmen, wie die Bank am Montag mitteilte. Unter dem Strich stand von Juli bis Ende September daher ein Verlust von 635 Millionen Euro. Wegen der vergleichsweise guten Geschäftsentwicklung in der ersten Jahreshälfte steht nach neun Monaten noch ein kleines Plus von 4,5 Millionen Euro zu Buche - nach einem Gewinn von 724 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch für das Gesamtjahr rechnet das Institut mit einem Gewinn. Die Bank, die bislang ohne Staatshilfen durch die Krise gekommen war, benötige daher weiterhin kein Staatsgeld, sagte Insitutschef Willibald Cernko. Die italienische Mutter Unicredit hatte am Montag eine Kapitalerhöhung über 7,5 Milliarden Euro angekündigt, um sich für die künftig strengeren Eigenkapitalanforderungen für Banken zu rüsten. Bei der Grossbank, zu der neben der Bank Austria auch die deutsche HVB gehört, sollen allein in Italien 5200 Stellen wegfallen. Auch in Wien steht der Abbau von 800 der insgesamt 10'800 Mitarbeitern auf der Agenda - allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen. Bis 2015 will Cernko die Stellen über die natürliche Fluktuation abbauen. An ihrem Geschäft in Osteuropa wolle die Bank Austria festhalten, bekräftigte Cernko.

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