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Bank Sarasin hat Kunden wegen Weissgeldstrategie Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr gesunken

Die Basler Privatbank Sarasin hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Kundenvermögen verwaltet.

Insgesamt schrumpfte das verwaltete Vermögen auf 96,4 Milliarden Franken, 6,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der Nettoneugeldzufluss entwickelte sich massiv schwächer als erhofft. Insgesamt verzeichnete die Bank einen Zufluss von 1,45 Milliarden Franken an Nettoneugeldern. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 13,4 Milliarden Franken gewesen. Vor allem das zweite Halbjahr habe sich aus verschiedenen Gründen rückläufig entwickelt, schreibt Sarasin am Donnerstag in einer Mitteilung. Unter anderem habe die Bank wegen der Umsetzung der Weissgeldstrategie Abflüsse verzeichnet. Ausserdem hätten sich Neukunden zurückhaltend gezeigt wegen der Veränderungen im Aktionariat der Bank Sarasin, schreibt das Finanzinstitut. Im vergangenen November wurde bekannt, dass die Bank Sarasin von der Safra-Familie übernommen wird. Safra strebt einen Kapitalanteil von 46,07 Prozent und einen Stimmrechtsanteil von 68,63 Prozent an. Zulegen konnte Sarasin 2011 im Zinsengeschäft mit einem Plus von 1 Prozent auf 148,9 Millionen Franken. Der Handelsertrag stieg deutlich um 57 Prozent auf 93,8 Millionen Franken, während sich die Erträge im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 4 Prozent auf 440,7 Millionen Franken reduzierten. Der Bruttogewinn blieb mit 170,4 Millionen Franken 8,1 Prozent unter dem Vorjahr. Unter dem Strich blieb für die Bank 112 Millionen Franken Gewinn. Dieses Konzernergebnis inklusive Minderheitsanteile bedeutet für das Finanzinstitut ein Minus von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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