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Bankeinlagen bei EZB steigen weiter

Frankfurt Die Vorsichtskasse der Banken des Euroraums bei der Europäischen Zentralbank (EZB) steigt immer weiter.

Am Mittwoch lag sie bei 528,2 Milliarden Euro, nachdem sie am Dienstag erstmals über die Marke von 500 Milliarden Euro geklettert war. Im Tagesvergleich ergibt sich ein Zuwachs von rund 26 Milliarden Euro. Der aktuelle Wert der eintägigen Bankeinlagen bei der EZB liegt viel höher als üblich: Im Jahr 2007 - also vor der ersten Finanzkrise - hatte der Wert nur durchschnittlich rund 500 Millionen Euro betragen. Die Höhe der EZB-Einlagen gibt einen Hinweis auf das Misstrauen der Institute untereinander. Normalerweise parken die Banken nur einen sehr geringen Teil ihrer überschüssigen Liquidität bei der Notenbank und leihen es sich lieber gegenseitig am sogenannten Interbankenmarkt. Dort sind die Konditionen günstiger. Dieser direkte Geldhandel, der lange Zeit reibungslos funktioniert hat, ist aber massiv gestört. Vor allem südeuropäische Banken geniessen derzeit kaum noch Vertrauen. Ausschlaggebend ist deren starkes Engagement in Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder. Darüber hinaus ist die Liquidität im Bankensektor zurzeit sehr hoch. Die EZB hatte den Banken Ende 2011 fast 500 Milliarden Euro für drei Jahre geliehen. Ein Teil dieses Geldes scheinen die Banken über Nacht bei der EZB zu parken.

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