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Banken Sarasin-CEO: «Kunden mit unversteuertem Geld müssen Bank verlassen»

Die Basler Privatbank Sarasin hat im vergangenen Jahr 7 Milliarden Franken an Kundengeldern verloren.

Bankchef Joachim H. Strähle führt dies unter anderem auf die Weissgeldstrategie zurück. Diese brauche «viel Mut», sagte er vor den Medien in Basel. «Aber Hüst und Hott schadet sehr.» Keinen Einfluss auf die Kundengelder habe hingegen die Affäre Hildebrand. Mit der Weissgeldstrategie, welche die Bank bereits Mitte 2010 beschlossen habe, sei Sarasin den Mitbewerbern weit voraus, sagte Strähle. Die Fokussierung auf versteuerte Vermögen habe allerdings auch ihren Preis: «Wir verzichten auf attraktive Margen.» Bis Ende 2012 will Sarasin aussschliesslich korrekt versteuertes Geld verwalten. «Kunden mit unversteuerten Vermögenswerten müssen unsere Bank verlassen.» Als «interessant» bezeichnete Strähle die Tatsache, dass der Bundesrat ausgerechnet am (gestrigen) Mittwoch seine Weissgeldstrategie umrissen hat. Sarasin unterstütze die Bestrebungen der Regierung: «Sie geht in die richtige Richtung.» Die Weissgeldmassnahmen der Basler Privatbank betreffen nur internationale Kunden. Je nach Kunde und Situation kommen verschiedene Vorgehensweisen zur Anwendung, um die saubere Herkunft der Vermögen zu überprüfen. Unter anderem kann vom Kunden verlangt werden, dass er die ordentliche Versteuerung schriftlich bestätigt. Sarasin hat laut Strähle einen klaren Prozess entwickelt, welcher der Finanzmarktaufsicht FINMA vorgelegt wurde. Auf das Verlangen von Steuerbelegen verzichtet die Bank allerdings bewusst. Zur Affäre Hildebrand wollte sich Strähle mit Verweis auf das laufende Verfahren nur zurückhaltend äussern. Nur soviel: «Bis jetzt haben wir keine Gelder verloren deswegen.»

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