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Barclays-Bank bekommt neuen Chef nach Affäre um Zinsmanipulationen

London Die britische Grossbank Barclays bekommt nach dem Rücktritt ihres Verwaltungsratsvorsitzenden wegen der Affäre um Zinsmanipulationen ab November einen neuen Chef: David Walker.

Sir David Walker werde ab 1. September als Verwaltungratsmitglied tätig sein und ab dem 1. November die Nachfolge von Marcus Agius als Verwaltungsratsvorsitzender antreten, erklärte das Finanzinstitut am Donnerstag. Agius war im Juli im Zusammenhang mit dem Skandal um Manipulationen des Libor zurückgetreten. Der Libor ist der Interbanken-Zinssatz, zu dem in Grossbritannien Banken anderen Instituten Geld leihen. Die Zinssätze werden auf Grundlage der Angaben von Banken berechnet. Dabei machten Institute falsche Angaben, um Vorteile zu erlangen. Auch die Deutsche Bank soll in den Skandal verwickelt sein. Für die internationalen Bankengeschäfte sind die Interbanken-Sätze von grosser Bedeutung. Der 72-jährige Walker war Vize-Chef der Bank of England und Chef der US-Bank Morgan Stanley. Er nannte es seine dringendste Aufgabe, einen Nachfolger für den ebenfalls über die Affäre gestürzten US- Vorstandschef von Barclays, Bob Diamond, zu finden. Walker, der derzeit als Berater bei Morgan Stanley tätig ist, wird nach Angaben von Barclays ein Jahressalär von 750'000 Pfund (1,1 Millionen Franken) erhalten, davon 13 Prozent in Form von Anteilen an der Bank. Barclays sagte im Juli zu, wegen Zinsmanipulationen eine Rekordstrafe von 290 Millionen Pfund (440 Millionen Franken) zu zahlen.

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