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BASF wegen Erkrankung brasilianischer Chemie-Arbeiter verurteilt

Frankfurt/London Der Chemiekonzern BASF und der Ölproduzent Shell sind in Brasilien zu Schadenersatzzahlungen für Gesundheitsschäden früherer Mitarbeiter eines Chemiewerks verurteilt worden.

Beide Unternehmen bestätigten am Sonntag die Verurteilung durch ein örtliches Gericht und kündigten Rechtsmittel an. Die Pflanzenschutzmittelfabrik in Paulinia im Bundesstaat Sao Paulo hatte zeitweilig Shell gehört und war in den Jahren 2000 bis 2002 von BASF betrieben worden. Einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstagausgabe) zufolge könnten die Schadenersatzzahlungen einen Gesamtwert von umgerechnet 480 Mio. Euro erreichen. Nach Überzeugung des Gerichts seien Dutzende ehemalige Mitarbeiter der Fabrik infolge einer Verseuchung von Boden und Grundwasser erkrankt. Eine BASF-Sprecherin kündigte einen Einspruch des Konzerns gegen das Urteil an. Das Unternehmen vertrete die Auffassung, dass Shell die Lasten zu verantworten habe. Ein Shell-Sprecher in London erklärte, die von dem Werk verursachten Umweltbelastungen stünden nach Überzeugung des Unternehmens in keinem Zusammenhang mit Gesundheitsschäden. Der Konzern setze darauf, dass sich ein Gericht höherer Instanz dieser Position anschliessen werde.

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