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Beschäftigte von Merck Serono drohen mit Streik

Die vor dem Verlust ihrer Arbeitsplätze stehenden Angestellten des Pharmaunternehmens Merck Serono in Genf drohen der Direktion mit einem Streik ab kommendem Mittwoch.

Diese Kampfansage haben die über 550 Teilnehmer an der Personalversammlung vom Freitag praktisch einstimmig beschlossen, wie die Gewerkschaft Unia mitteilte. Am Donnerstag hatten bereits rund 250 Mitarbeitende aus Protest ihre Arbeit während einer Stunde niedergelegt. Der Streik solle beginnen, wenn Merck Serono «nicht endlich auf echte Verhandlungen mit der Belegschaft über den Erhalt der Arbeitsplätze und die Verbesserung des Sozialplans» eintrete. Der definitive Entscheid falle am Dienstag. Denn nach Ablauf des Konsultationsverfahren will dann die Konzernführung ihre Entscheidungen bekannt geben. Merck Serono mit Hauptsitz im deutschen Darmstadt hatte im April angekündigt, von den 1250 Stellen in Genf 500 zu streichen und 750 nach Darmstadt, Boston und Peking zu verlagern. In den Fabriken in den Waadtländer Gemeinden Aubonne, Corsier-sur-Vevey und Coinsins sollen weitere rund 80 Stellen abgebaut werden. An der 10. Personalversammlung seit Bekanntgabe des Abbaus begrüssten die Beschäftigten, dass die politischen Behörden den Biotechnologie-Standort in der Region Genfersee erhalten wollten. Sie forderten die Behörden auf, zu intervenieren, damit Merck Serono in echte Verhandlungen einsteige. Bereits für Montag seien verschiedene Aktionen vorgesehen, so beispielsweise eine Protestpause und ein Kundgebungsumzug, um die Bevölkerung für die Anliegen der Beschäftigten zu mobilisieren.

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