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Bitcoin-Kurs rutscht unter 10'000-Dollar-Marke

Die Digitalwährung hat mittlerweile die Hälfte ihres einstigen Wertes eingebüsst.

Der Bitcoin sank am 6. Februar 2018 auf 6000 Dollar – an mehreren Börsen sogar darunter.
Der Bitcoin sank am 6. Februar 2018 auf 6000 Dollar – an mehreren Börsen sogar darunter.
Keystone
Ein Mann beobachtet in Seoul den Bitcoin-Kurs.
Ein Mann beobachtet in Seoul den Bitcoin-Kurs.
Keystone
Die Kursauschläge liessen die Sorge vor einer Blase wachsen. Mehrere etablierter Banken warnten vor dem Bitcoin.
Die Kursauschläge liessen die Sorge vor einer Blase wachsen. Mehrere etablierter Banken warnten vor dem Bitcoin.
Karen Bleier, AFP
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In gut zwei Monaten hatte sich der Bitcoin-Kurs auf 20'000 Dollar verdoppelt; jetzt rutscht er wieder unter die Marke von 10'000 Dollar. Die Cyber-Devise verbilligte sich am Mittwoch um weitere sieben Prozent.

Auf der grössten Plattform BTSP in Luxemburg wurden zeitweise weniger als 9300 Dollar für einen Bitcoin gezahlt. Ein Wertverlust von fast 20 Prozent binnen 24 Stunden. Allerdings schwankte die digitale Währung weiter heftig hin und her und lag am Abend wieder bei 10'100 Dollar, was einem Minus von etwa elf Prozent entsprach.

Abverkäufe wegen Spekulationen

Spekulationen auf mögliche Handelsverbote lösten erneut massive Abverkäufe aus. Einem Medienbericht zufolge will China den Handel mit virtuellen Währungen blockieren. Südkorea will derartige Geschäfte ganz verbieten.

«Bis die Regierungen der asiatischen Cyberwährungshochburgen die Katze aus dem Sack lassen, dürfte noch Zeit verstreichen», sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX. «Bis dahin stehen die Börsenampeln weiterhin auf Rot.»

Seit dem Rekordhoch von Mitte Dezember, als der Bitcoin nach einem rasanten Höhenflug zeitweise bis an die Marke von 20'000 Dollar gestiegen war, hat die Digitalwährung mittlerweile die Hälfte ihres einstigen Wertes eingebüsst.

Stärkere Regulierung

Zuletzt gab es ausserdem Pressemeldungen, wonach die chinesische Regierung den hohen Stromverbrauch durch das Schürfen von Kryptowährungen wie Bitcoin drosseln will. Diese hat in Asien eine grosse Fangemeinde, weshalb die Kurse auf Nachrichten aus den Krypto-Hochburgen China und Südkorea besonders stark regieren.

Die Europäische Union hat bereits im Dezember einen ersten Schritt zur Regulierung von Kryptowährungen getan. Anleger sollen laut einer neuen Geldwäschereirichtlinie künftig nicht mehr anonym bleiben können, wenn sie digitales in staatliches Geld umtauschen.

Der Bitcoin ist die bekannteste der Digitalwährungen. Anfang 2017 kostete ein Bitcoin noch weniger als 1000 Dollar. Vertreter der klassischen Finanzwelt sehen ihn skeptisch. Angesichts des rasanten Kursanstiegs werden immer wieder Vergleiche mit der niederländischen Tulpenmanie im 17. Jahrhundert gezogen. Damals waren die Preise für Tulpenzwiebeln rasant gestiegen, bevor die Blase schliesslich platzte.

SDA

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