Bernankes Aussagen belasten Börsen weiter

Die ungewisse wirtschaftliche Entwicklung der USA macht der Wall Street zu schaffen. Die Konjunkturängste schlugen auch auf den SMI durch.

Die US-Aktienmärkte haben den sechsten Tag in Folge Verluste verzeichnet. Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung in den USA und die anhaltenden Schuldenprobleme in Europa machten der Wall Street zu schaffen. Für neue Unsicherheit am Markt sorgte vor allem eine Rede von US- Notenbankchef Ben Bernanke am Vorabend. Dieser hatte der US- Wirtschaft eine neue Schwächephase attestiert. Zugleich deutete er die Bereitschaft der Notenbank an, die Konjunktur weiter zu stützen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 12'048 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 12'024 und 12'098 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,4 Prozent auf 1279 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ein Prozent auf 2675 Punkte. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) 0,6 Prozent im Minus auf 7060 Punkten.

SMI schliesst auf Tagestief

Die in den USA ausgelösten Konjunkturängste schlugen auch auf den Schweizer Aktienmarkt durch, der praktisch auf seinem Tagestief schwächer geschlossen. Der Schweizer Leitindex SMI schloss 1,17 Prozent tiefer auf 6256,86 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verlor 1,29 Prozent auf 972,48 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 1,18 Prozent auf 5759,01 Punkte.

Unter den SMI-/SLI-Titeln schlossen einzig Swatch ( 0,1 Prozent) im Plus. Die Anleger hätten die Anstrengungen des Uhrenkonzerns honoriert, um künftig nicht mehr die Konkurrenz mit Bestandteilen beliefern zu müssen und so die Produktionskapazitäten für das eigene Wachstum nutzen zu können, sagten Experten. Konjunktursensitive Werte und Finanztitel mussten die grössten Einbussen hinnehmen. Am meisten verloren Clariant (-3,6 Prozent). Logitech (-3,4 Prozent) gehörte ebenfalls zu den grössten Verlierern.

Grossbanken im Minus

Auch Julius Bär (-2,3 Prozent) sowie die Grossbanken UBS (-2,1 Prozent) und CS (-1,5 Prozent) verbilligten sich. Im Versicherungssegment gaben Swiss Life (-2,2 Prozent) deutlich nach. ABB (-2,5 Prozent), Adecco (-2,2 Prozent) sowie Kühne Nagel (-2,1 Prozent) gehörten zu den weiteren weltweit agierenden Zyklikern, die ebenfalls deutlich korrigierten. Die etwas weniger konjunktursensitiven Nobel Biocare (-2,5 Prozent) verloren ebenfalls klar. Unterschiedlich hielten sich die defensiven Schwergewichte. Die Pharma-Titel Novartis (-1,1 Prozent) und Roche (-1,4 Prozent) verloren in etwa mit dem Markt. Besser hielten sich Nestlé (-0,4 Prozent).

ami/sda

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