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Neues US-Hilfspaket beflügelt Börse nur kurz

Das von der US-Notenbank angekündigte Stützprogramm für Hypotheken und Konsumkredite hat die Schweizer Börse am Dienstag nur vorübergehend beflügelt. Insbesondere Finanztitel profitierten von der neuerlichen Intervention.

Allerdings reichte das nicht, um den Gesamtmarkt oben zu halten. Bremsend wirkten vor allen Dingen die Schwäche der defensiven Schwergewichte Novartis und Nestlé sowie neue, wenig positive Wirtschaftsdaten aus Amerika. Laut Marktteilnehmern änderten die immer schnelleren Interventionen der US-Regierung nichts an den grundlegenden Skepsis über die wirtschaftliche Entwicklung. Der Schweizer Standardwerte-Index SMI-Index schloss mit 5478 Punkten nur 0,2 Prozent höher als am Montag. Im Tagesverlauf war der Index der Schweizer Standardwerte zeitweise bis auf 5610 Zähler hochgeschnellt. Der breite SPI gewann 0,4 Prozent auf 4521 Punkte. Die von der Fed bekanntgegebenen Massnahmen, mit neuen Milliarden-Interventionen die Kreditvergabe für Konsum und Immobilien ankurbeln zu wollen, lösten einen Kurssprung bei den Bankaktien aus. US-Daten bremsen Es sei gut, dass die amerikanische Notenbank und das Finanzministerium alles täten, um die Krise zu beheben, sagte ein Händler. Die Kadenz der Interventionen werde aber immer schneller. Dass insgesamt wenig Enthusiasmus aufkam und die Kurse kurz vor Handelsende wieder zu bröckeln begannen, lag auch an den jüngsten US-Wirtschaftsdaten, hiess es am Markt. Die Aktien der CS Group gewannen 11,4 Prozent und die Titel des Vermögensverwalters JuliusBär notierten 6,4 Prozent fester. UBS stieg 4,6 Prozent. Auch die Aktien der Versicherer vermochten von dem Stimmungsumschwung zu profitieren. So stand Swiss Re zuletzt 1,2 Prozent im Plus. Auch Zurich verzeichneten ein Kursplus von zwei Prozent. Gewinnmitnahmen Bei den Schwergewichten Nestlé und Novartis nahmen die Anleger einen Teil der Vortagesgewinne wieder mit. Der Pharmariese Novartis stand zuletzt 4,1 Prozent im Minus und die Titel des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé verloren zwei Prozent. Die Genussscheine von Roche standen mit Plus von 0,6 deutlich besser da. Roche profitiert nach wie vor von den positiven Studienergebnissen der letzten Tage, so ein Händler. Der Baloise Konzern bekräftigte zudem sein Interesse an der Übernahme der US- Biotechfirma Genentech. Die Swatch-Titel büssten zwei Prozent ein. Nach den für 2009 angekündigten Preiserhöhungen für Uhrenwerke nimmt die Wettbewerskommission die Swatch-Tochter ETA unter die Lupe, um festzustellen, ob der Konzern seine Marktstellung missbraucht. Einen Kurssprung von 7,5 Prozent legten die ABB-Aktien hin. In einem Interview der Gratiszeitung «Cash» sagte Verwaltungsratspräsident Hubertus von Grünberg, der Elektrotechnikkonzern sei bis ins Jahr 2010 ausgelastet. In einem Interview des Schweizer Fernsehens erklärte er zudem, von einer Rezession sei bei ABB noch nichts zu spüren.

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