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Schweizer Börse holt Verluste auf und schliesst gehalten

Die Schweizer Börse hat am Montag anfängliche Verluste weitgehend aufgeholt und knapp gehalten geschlossen. Die nachgebenden US-Aktien bremsten den Markt. Der Handel verlief laut Händlern in ruhigen Bahnen. Der SMI der Standardwerte beendete den Handel nach einem Tagestief bei 7143,32 Zählern noch um 0,06 Prozent schwächer mit 7231,40 Punkten. Der breite SPI lag 0,09 Prozent im Minus bei 6049,25 Zählern.

Europaweit zählte die Versicherungsaktien zu den Werten mit den deutlichsten Kurseinbussen. Der Sektorindex verlor zeitweise 1,6 Prozent. Händler wussten allerdings kaum konkrete Belastungsfaktoren zu nennen: Sie verwiesen etwa auf die beginnende Hurrikan-Saison in Amerika. Die Aktien von Swiss Re sanken 1,2 Prozent und Zurich verloren 0,5 Prozent.

Swiss Life verliert seit Mittwoch 16 Prozent

Der Lebensversicherer Swiss Life litt anfangs weiter unter dem in der Vorwoche bekanntgegebenen Einstieg beim deutschen Finanzdienstleister MLP, der bei Investoren und Analysten nicht auf Beifall stösst.

Die Aktien holten dann aber auf und schlossen ein Prozent fester. Sei vergangenem Mittwoch, als es erste Medienberichte über das Engagement bei MLP gegeben hat, beträgt der Wertverlust 16 Prozent.

Dagegen machten die Banken ihre Einbussen zum Grossteil wieder wett oder drehten sogar ins Plus. Die UBS-Aktien notierten 1,8 Prozent höher und CS Group 0,5 Prozent tiefer.

Unsicherheiten bei Adecco, Roche und Novartis

Die Adecco-Aktien verloren 1,6 Prozent. Der weltgrösste Arbeitsvermittler könnte den britischen Konkurrenten Michael Page auch gegen dessen Willen übernehmen: Adeccoführt zwar Verhandlungen für eine freundliche Übernahme, will sich aber alle Optionen offen halten. Händler befürchteten daher einen teuren Übernahmekampf.

Die Genussscheine von Roche sanken 0,9 Prozent. Der Pharma- und Diagnostikkonzern hat den Generika-Hersteller Teva wegen Patentverletzung im Zusammenhang mit dem Osteoporosemedikament Boniva in den USA verklagt. «So etwas schafft Unsicherheit», sagte ein Händler.

Auch die Aktien von Konkurrent Novartis büssten 0,2 Prozent ein. Marktteilnehmer erwähnten einen Bericht in der Fachzeitschrift «Nature», wonach es beim Multiple-Sklerose-Mittel FTY720 zu Nebenwirkungen kommen könne.

Die Partizipationsscheine des Schokoladeherstellers Lindt & Sprüngli verloren 4,4 Prozent. Händler verwiesen darauf, dass die Aktien des US-Konkurrenten Hershey neun Prozent einbrachen, nachdem das Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognose gesenkt hat.

Weniger davon betroffen waren Barry Callebaut und Nestlé. Die Aktien des Schokoladeproduzenten Barry Callebaut sanken ein Prozent und die Titel des Nahrungsmittelkonzerns Nestléermässigten sich 0,3 Prozent.

Die Aktien des Spezialkunststoff-Herstellers Gurit gewannen 4,4 Prozent auf 960.50 Franken. Goldman Sachs hat die Analyse mit der Empfehlung «Buy» und einem Kursziel von 1250 Fr. gestartet.

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