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Bombardier schliesst Werk in Aachen - 600 Mitarbeiter betroffen

Aachen/Berlin Der Zughersteller Bombardier will sein traditionsreiches Bahn-Fahrzeugwerk im westdeutschen Aachen Mitte 2013 schliessen.

Davon seien 400 fest angestellte Beschäftigte und 200 Leiharbeiter betroffen, erklärte Firmensprecher Immo von Fallois am Donnerstag in Berlin. Er bestätigte damit eine Meldung des Westdeutschen Rundfunks. Die Gespräche zur Zukunft mit Arbeitnehmervertretern und auf politischer Ebene hätten bereits begonnen, sagte der Sprecher. Als Grund für die bevorstehende Schliessung führte er die gedämpfte Auftragslage bei Schienenfahrzeugen an. Der Sprecher nannte als eine Möglichkeit, Festangestellten Angebote an anderen Bombardier-Standorten zu machen. Eine Zahl dazu zu nennen, wäre allerdings nicht seriös. «Wir bedauern zutiefst, dass wir zu dieser Entscheidung gezwungen sind», so Fallois. Das Werk in Aachen wurde 1838 gegründet. Es baut zurzeit S-Bahn- Triebzüge. Es leider aber seit Jahren an chronischer Unterauslastung. Voraussichtlich bis Mitte 2013 sollen nun noch die laufenden Aufträge für die Rhein-Main-Bahn und die Stuttgarter S- Bahn abgewickelt werden. Das Stammwerk Hennigsdorf mit seinen 2000 Mitarbeitern bleibe von der Massnahme zunächst unberührt, sagte Fallois. Insgesamt arbeiten bei Bombardier in Deutschland rund 9000 Menschen. Weltweit sind bei dem in Kanada beheimateten Bombardier-Mutterhaus rund 70'000 Personen angestellt. Die Firma stellt überdies nicht nur Züge, sondern auch Flugzeuge im grossen Stil her. Die deutsche Bahnindustrie, die sich weltweit an der Spitze der Branche sieht, bekommt in jüngster Zeit vermehrt ausländische Konkurrenz auch bei Inlandsaufträgen. Umgekehrt war gerade das Aachener Werk auch Lieferant der niederländischen Bahnen. Die Aufträge von dort sind aber stark rückläufig.

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