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Chef von Ikea Frankreich soll Bespitzelung überwacht haben

Paris Die mutmassliche Bespitzelung bei Ikea in Frankreich ist laut einem Medienbericht vom Unternehmenschef teilweise selbst überwacht worden.

Der Internet-Nachrichtendienst Mediapart berichtete am Montagabend, dass der Chef von Ikea Frankreich «einige der Methoden kannte, die der Sicherheitschef bei der Bespitzelung von Angestellten anwandte». So veröffentlichte Mediapart E-Mails zwischen Sicherheitschef und Manager. Darin ging es um eine Mitarbeiterin, die krankgeschrieben war und sich in Marokko aufhielt. In dem Schriftverkehr vereinbarten die Führungskräfte laut Mediapart, «alles zu tun, um diesen mutmasslichen Betrug aufzudecken». Dazu sollten die Reisebuchungen, der Kauf eines Ferienhauses in Marokko und angeblich gefälschte Dokumente des Arztes der Frau überprüft werden. Die Angestellte litt nach eigenen Angaben an Hepatitis C und reiste mit Zustimmung von Arzt und Krankenkasse zur Erholung nach Marokko. Ein Arbeitsgericht verurteilte Ikea wegen der «grundlosen» Entlassung der Frau 2009 zu einer Entschädigung von mehr als 55'000 Euro. Die französische Justiz hatte am Donnerstag Vorermittlungen gegen das Möbelhaus aufgenommen. Ikea soll Mitarbeiter und sogar Kunden systematisch ausgespäht zu haben. Dafür soll die Firma mit privaten Sicherheitsleuten eine Abmachung getroffen haben. Die Unternehmensleitung von Ikea Frankreich distanzierte sich am Montag von «gegen die ethischen Grundsätze gerichtetem Verhalten und illegalen Überwachungspraktiken».

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