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China strafft offenbar seine Geldpolitik vorübergehend

Peking China zieht im Bankensektor überraschend noch einmal die Zügel an.

Die Mindestreserve-Anforderungen für sechs Grossbanken würden vorübergehend verschärft, verlautete am Montag aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen. Mit dem Schritt will China Barmittel aus der Wirtschaft abziehen und die Kreditvergabe dämpfen. Das Schwellenland wächst auch in diesem Jahr unverändert stark mit einer fast zweistelligen Prozentzahl. Für die grössten Kreditinstitute des Landes steige die Mindesteinlage um 0,5 Punkte auf 17,5 Prozent. Die Vorschrift soll demnach für zwei Monate gelten. Die Banken müssen nun mehr Geld bei der Zentralbank parken und können damit weniger Kredite vergeben. Dies wiederum dürfte die Investitionen dämpfen, weil dem Bankensystem Milliarden entzogen werden. Der Schritt kam überraschend. Die chinesische Notenbank People's Bank of China wollte den Bericht nicht kommentieren. Betroffen sind sechs chinesische Grossbanken. Im Kampf gegen Spekulation und eine Überhitzung des Häusermarktes prüft China zudem die Einführung einer Grundsteuer. Mit einer solchen Abgabe sei binnen Monaten zu rechnen, sagte der Präsident von Chinas Immobilien-Handelskammer, Nie Meisheng, am Montag. In einer Versuchsphase würden verschiedene Möglichkeiten zur Erhebung der Steuer getestet, zunächst vor allem in den grossen Städten. Eine Grundsteuer könnte die Immobilienpreisen in den Metropolen weiter zum Sinken bringen.

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