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Chinesen greifen nach Sunways

Düsseldorf Die kriselnde deutsche Solarindustrie gerät ins Visier chinesischer Konkurrenten: Der Solarriese LDK Solar aus dem Reich der Mitte greift nach der Firma Sunways aus Konstanz.

Ein am Sylvesterabend vorgelegtes Übernahmeangebot sorgte am Montag für einen Kurssprung der Sunways-Aktie. Sie schoss um 27 Prozent auf 1,95 Euro nach oben. Nach Einschätzung von Experten könnten auch andere deutsche Solarfirmen zu Übernahmezielen werden, zumal die einstige Vorzeigebranche derzeit mit Überkapazitäten, einem Preisverfall und Finanzproblemen kämpft. Ein grosser Ausverkauf sei aber nicht zu erwarten. Sunways hatte am Wochenende eine Kapitalerhöhung angekündigt, die ausschliesslich von LDK gezeichnet werden kann. Nach Abschluss dieser Transaktion wird die chinesische Firma ein Drittel der Sunways-Anteile halten. Für Ende Januar ist dann ein Übernahmeangebot an die die übrigen Sunways-Eigner geplant. Die Kartellbehörden müssen allerdings noch grünes Licht geben. LDK bekundete bereits Mitte 2011 Interesse an deutschen Solarfirmen. «Deutsches Image und deutsche Technik kombiniert mit chinesischen Lohnkosten. Daraus können sie einen globalen Markführer schaffen», sagte LDK-Finanzchef Jack Lai damals in einem Zeitungsinterview. LDK und Sunways arbeiten schon länger zusammen und erhoffen sich nun neue Wachstums- und Synergiepotenziale. Besonders Sunways kann die Schützenhilfe gut brauchen: Der Umsatz halbierte sich in den ersten neun Monaten 2011 fast auf 84,2 Millionen Euro. Der operative Verlust summierte sich auf 21,6 Millionen Euro - im Vorjahr stand noch ein Gewinn in den Büchern.

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