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Coop streicht Halal-Würste aus dem Sortiment

Coop hat sein Angebot an Wurstwaren, die sich speziell an Muslime richten, eingestellt.

Die Produkte hatte der Detailhändler als südosteuropäische Spezialitäten vor zwei Jahren ins Angebot von 37 grösseren Filialen aufgenommen. Die fünf Wurstprodukte waren als halal gekennzeichnet, also mit islamischen Vorschriften vereinbar. Vergangenen Oktober wurden die Würste wieder aus dem Sortiment entfernt, sagte Coop- Mediensprecherin Sabine Vulic am Freitag und bestätigte damit eine Meldung von Radio 24. Die Nachfrage für die Wurstwaren sei zu gering gewesen, begründet Vulic den Schritt. Das beweise die Tatsache, dass ihr Verschwinden kaum jemandem aufgefallen sei. «Vielleicht waren diese Charcuterie- Produkte für strenggläubige Muslime kein ausreichendes Argument dafür, den Einkaufskanal zu wechseln.» Weiterhin angeboten werden in einigen Coop-Filialen hingegen Produkte, die den jüdischen Essensvorschriften entsprechen. «In Städten mit einem grösseren Anteil jüdischer Bevölkerung bieten wir in einzelnen Verkaufsstellen ein Sortiment mit koscheren Produkten an.» Coop führt zudem eine Liste mit Produkten, die koscher sind. Diese geben sie auf Anfrage heraus. Da die jüdischen Vorschriften strenger sind als die islamischen, können Muslime bei den meisten dieser Produkte davon ausgehen, dass sie auch halal sind. Eine Ausnahme ist das Fleisch: Ein Tier muss unter Aufsicht eines Muslims geschlachtet werden, um als halal zu gelten. Eine Schächtung des Tieres ist hingegen nicht notwendig. Die Migros setzt auf spezielle Etikettierung Die Migros fühlt sich vom Misserfolg der Halal-Wurstwaren bei Coop bestätigt. Sie verzichtet darauf, spezielle Produkte für Angehörige von religiöse Minderheiten anzubieten. «Wir markieren aber bestimmte Produkte, die kein Schweinefleisch enthalten», sagt Mediensprecherin Monika Weibel. Damit könnten sich Kunden islamischen oder jüdischen Glaubens beim Einkauf besser orientieren.

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