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Costa Crociere rechnet trotz Schiffsunglücks mit Vorjahresergebnis

Wien Die italienische Reederei Costa Crociere, Betreiberin des Mitte Januar verunglückten Schiffes Costa Concordia, rechnet trotz der Turbulenzen in diesem Jahr damit, das Vorjahresergebnis zu erreichen.

Nach dem schweren Unglück gingen bei der Gesellschaft die Frühjahrs- und Sommerbuchungen in Europa im Januar und Februar gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 35 Prozent zurück, wie Costa Crociere am Mittwoch mitteilte. Seit Ostern hat sich die Buchungslage aber wieder normalisiert. Trotz schwacher Konjunkturdaten in Europa boome die Kreuzfahrtbranche: Mit einer starken Buchungslage im Herbst könne sogar das Vorjahresergebnis übertroffen werden, erklärte die Geschäftsführerin des Unternehmens in Österreich, Ulrike Soukop. Die Buchungen für die Wintersaison 2012/13 lägen derzeit um 16 Prozent über dem Vorjahr. Das Unternehmen habe keine Marktanteile verloren, betonte sie. Costa Crociere ist das grösste Kreuzfahrtunternehmen Europas und gehört zum Weltmarktführer Carnival Corporation aus Miami. Bei der Havarie der Costa Concordia am 13. Januar kamen 30 Menschen ums Leben. Zwei gelten immer noch als vermisst. Das 290 Meter lange Kreuzfahrtschiff war zu nahe an eine Insel herangefahren, hatte einen Felsen gestreift und war mit mehr als 4.200 Personen an Bord gekentert. Wie stark sich das Unglück auf das Finanzergebnis auswirken wird, ist laut Soukop derzeit noch nicht abzuschätzen. Der Grossteil der Concordia-Passagiere habe die vorgeschlagene Entschädigung von 11'000 Euro pro Passagier angenommen. «Auch die anderen Forderungen werden gelöst werden.» Rund 500 Passagiere beteiligen sich hingegen an einer Sammelklage gegen Carnival, die in den USA eingereicht wurde. Die vorgeschlagene Entschädigung bezeichnen sie als unzulänglich.

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