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CS drosselt Wachstum im Hypogeschäft - Bessere Anlageberatung

Die Credit Suisse verbucht in der Schweiz trotz der Kontroverse um die Vermittlung von Lehman-Produkten einen hohen Zufluss an Neugeldern.

Im Hypothekargeschäft wächst die Grossbank nun aber etwas langsamer als der Markt. Von 2001 bis 2007 war das Hypothekarvolumen der Schweizer Privathaushalte bei der Credit Suisse jährlich um 8,4 Prozent gewachsen, der Gesamtmarkt weitete sich um 5,3 Prozent aus. Mit Fokus auf Tragbarkeit und Refinanzierung verlangsamte die CS in den letzten drei Jahren auf 3,9 Prozent, während der Markt mit 4,2 Prozent pro Jahr etwas schneller wuchs. Er sei nicht bereit, den Preiskampf auf Biegen und Brechen mitzumachen, und nehme Marktanteilsverluste in Kauf, sagte der Chef der Credit Suisse Schweiz, Hans-Ulrich Meister, am Freitag an einer Medienkonferenz in Zürich. Inzwischen hat die CS Schweizer Privathypotheken über 68 Milliarden Fr. in den Büchern. Das Volumen nahm seit 2001 jährlich um 6,9 Prozent zu. Der Gesamtmarkt wuchs um 4,9 Prozent pro Jahr auf 555 Milliarden Franken. Es gebe zwar gewisse Hinweise für eine Immobilienblase, etwa übermässige Liquidität am Markt und Margendruck. Die Bautätigkeit überschiesse aber nicht und es bestehe kein Angebotsüberhang. Zudem sei die Entkoppelung der Immobilienpreise von der Einkommensentwicklung zu wenig ausgeprägt, als dass man von einer Blase sprechen müsse. Hoher Neugeldzufluss Auch im Schweizer Vermögensverwaltungsgeschäft wächst die Credit Suisse stark. In den ersten neun Monaten 2010 flossen ihr Neugelder von rund 15,1 Milliarden Fr. zu. Davon stammen 7,3 Milliarden Fr. von Klein- und Privatkunden und 7,8 Milliarden Fr. von Unternehmen und Institutionen. Die Credit Suisse wolle die führende Schweizer Bank für reiche Privatkunden bezüglich Qualität, Wachstum und Profitabilität werden, sagte Meister. Vor dem Hintergrund der Kritik und Klagen wegen vermittelter Papiere der zusammengebrochenen US-Bank Lehman Brothers stärkt die CS die Kundenberatung. Druck der FINMA Sie kommt damit Vorgaben der Finanzmarktaufsicht (FINMA) nach, die gewissen Banken vorgeworfen hatte, von einigen Kunden den Grossteil des Vermögens einzig in Lehman-Papiere angelegt zu haben. Mit einem Leitfaden will die CS den Ablauf von Beratungsgesprächen strukturieren und diese in einem Bericht festhalten. Insbesondere geklärt werden sollen Risikofähigkeit und Risikobereitschaft der Kunden. So soll dem Kunden klar gemacht werden, «was verloren gehen kann, wenn alles schiefgeht»: dabei rechnet die Bank aus, wie viel die jeweilige Anlage etwa durch den Börsencrash am «Schwarzen Montag» von 1987, im Golfkrieg, in der Asienkrise, am 11. September 2001 oder in der Finanzkrise an Wert verloren hätte.

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