Zum Hauptinhalt springen

CS-Präsident: «Wer das Risiko ausmerzt, tötet die Chance»

Credit-Suisse-Präsident Hans-Ulrich Doerig hat sich vor den Aktionären der Grossbank für einen soliden Schweizer Finanzplatz stark gemacht.

Die Credit Suisse (CS) sieht er als Garantin für Stabilität. In der Bankenwelt gehe es letztlich um die geschickte Einschätzung der Zukunft, sagte Doerig am Freitag während der Generalversammlung in Zürich, die er dieses Jahr zum letzten Mal leiten wird. Er wird das Präsidium des Verwaltungsrates an Urs Rohner weitergeben, der bereits seit längerem als Vize amtet. Ohne Risiken gehe das Bankgeschäft aber nicht: «Wer das Risiko ausmerzt, tötet die Chance.» Über 4000 Spezialisten, acht Prozent der Belegschaft, arbeiteten in der Bank an Risiken, Positionsbewertungen, Modellen und Kontrollen. Risikomanagement bewege sich aber immer zwischen theoretischem Modell und menschlichem Instinkt sowie Erfahrungen. Die künftig schärferen Regulierungsansätze für grosse Banken begrüsst die CS grundsätzlich, wie Doerig zum wiederholten Male betonte. Die CS wolle auch der Schweiz von Nutzen sein: «Es ist letztlich die Unternehmenskultur der CS, die auch den wichtigsten Stabilitätsbeitrag und Beitrag zum Standort Schweiz leistet.» Laut CS-Konzernchef Brady Dougan hat die Bank ihr Geschäftsmodell rasch den sich verändernden Kapital- und Liquiditätsvorschriften angepasst. Dougan erinnerte daran, dass die CS Anfang 2011 als weltweit erste grosse Bank so genannte Coco-Bonds (»Contingent Convertible Bonds») ausgegeben habe. Diese Kapitalvehikel bestehen aus Obligationen, die im Krisenfall zu Aktien werden. An der heutigen Generalversammlung müssen die Aktionäre der Schaffung bedingten Kapitals zustimmen, damit sich die CS weiterhin ihre Kapitalpuffer auspolstern kann.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch