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Den Deutschen ist der Bierdurst vergangen Geringster Bierabsatz seit der Wiedervereinigung

Frankfurt Die Deutschen trinken weniger Bier.

Der Absatz sank im vergangenen Jahr erstmals seit der Wiedervereinigung deutlich unter die Marke von 100 Millionen Hektoliter, wie das Deutsche Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Insgesamt 98,3 Millionen Hektoliter setzten Brauereien und Bierlager im nördlichen Nachbarland 2010 ab. Das waren 1,7 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Vor allem im Inland ging der Bierdurst zurück. Der Absatz fiel um 2,9 Prozent auf 83,4 Millionen Hektoliter, wie die Statistiker mitteilten. Da half auch die Fussball-Weltmeisterschaft im vergangenen Juni und Juli nichts. Zwar stieg der Bierverkauf in dieser Zeit sprunghaft an, der kalte Jahresbeginn und eine verregnete zweite Jahreshälfte hätten die kurze Hochphase aber überlagert, hiess es vonseiten des Deutschen Brauer-Bundes. Ein gutes Geschäft machten die deutschen Brauer laut Statistischem Bundesamt hingegen im Ausland, wo der Absatz zulegte. Vor allem die Länder ausserhalb der EU orderten fast 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Innerhalb der EU sei der Absatz um 2,6 Prozent gestiegen. Trotzdem: Der Bierabsatz ging in den vergangenen zehn Jahren um rund zehn Prozent zurück. Dafür haben die Deutschen mehr Unalkoholisches getrunken. Der Pro- Kopf-Konsum bei Erfrischungsgetränken, zu denen alle alkoholfreien Produkte ausser Wasser und Fruchtsaft zählen, stieg 2010 auf ein Allzeithoch von 118,2 Liter.

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