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Der Ölpreis erreicht ein Rekordtief

Seit 2008 war Erdöl nicht mehr so günstig. Grund dürfte das momentan vorherrschende Überangebot sein.

Erdöl ist so günstig wie seit 2008 nicht mehr: Die Tamoil-Raffinerie von Collombey im Kanton Wallis. (Archivbild)
Erdöl ist so günstig wie seit 2008 nicht mehr: Die Tamoil-Raffinerie von Collombey im Kanton Wallis. (Archivbild)
Jean-Christophe Bott, Keystone

Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am frühen Montagmorgen 36,32 Dollar. Später erholte sich der Preis auf 36,49 Dollar. Für die US-Sorte WTI waren 34,53 Dollar fällig. Die Preise der beiden richtungsweisenden Sorten haben seit Mitte des vergangenen Jahres um mehr als zwei Drittel nachgegeben.

Ein Grund für den weiteren Rückgang ist Analysten zufolge der Dollar, der nach der Zinsanhebung der US-Notenbank zugelegt hat. Damit verteuern sich Ölkäufe etwa in Europa, weil sie in der US-Währung abgerechnet werden. Wegen des bisher milden Winters hält sich auch die Nachfrage nach Heizöl in Grenzen.

Zudem läuft die Ölproduktion in den USA auf Hochtouren. Daneben fördert Russland so viel wie seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr. Auch die von den Opec-Staaten angebotenen Mengen bewegen sich nahe den Rekordwerten. Ausserdem will der Iran wegen der Einigung im internationalen Atomstreit und der bevorstehenden Lockerung von Sanktionen mehr Öl verkaufen.

SDA/chi

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