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Der reichste Belgier stirbt im Alter von 92 Jahren

Aus Schrott machte er Geld: Albert Frère, der brillante Investor und reichste Belgier, ist drei Jahre nach seinem Eintritt in den Ruhestand gestorben.

Frère anlässlich der Hochzeit seiner Tochter Ségolène 2003. Er selbst war dreimal verheiratet.
Frère anlässlich der Hochzeit seiner Tochter Ségolène 2003. Er selbst war dreimal verheiratet.
Patrick BERNARD, AFP

Baron Albert Frère, der reichste Mann Belgiens, ist laut Nachrichtenagentur AFP im Alter von 92 Jahren gestorben. Der Wallone, der aus bescheidenen Verhältnissen kam, ist der einzige Belgier, der in der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt auftaucht – zuletzt auf Rang 281 mit einem Vermögen von rund 6,2 Milliarden Dollar.

Über die Finanzholding Groupe Bruxelles Lambert (GBL) hielt er ein Geflecht von Beteiligungen – unter anderem am Genfer Warenprüfkonzern SGS. Besonders lukrativ war seine Beteiligung am deutschen Bertelsmann-Konzern. Sein Vermögen verdiente Frère unter anderem auch in der Stahlindustrie, später dann über die Schweizer Parges Holding, dem Medienkonzern CLT (Compagnie Luxembourgeoise de Télévision), dem die Mehrheit am Fernsehbetreiber RTL Group gehörte, in der Energiewirtschaft und dem Versicherungswesen.

Frère wirkte aber vor allem als wichtigster Privatinvestor in Frankreich, etwa beim Erdölriesen Total, dem Baustoffhersteller Lafarge oder dem Wein- und Spirituosenkonzern Pernod-Ricard. 2000 wurde er mit dem Verdienstorden der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet. Sechs Jahre zuvor adelte ihn der belgische König zum Baron.

Frère kam am 4. Februar 1926 in Charleroi als Sohn eines Nagel- und Schrott­händlers zur Welt. Er galt als einer der einflussreichsten Unternehmer des europäischen Kontinents.

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