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Deutsche Fluglotsen wollen am Donnerstag streiken Sechsstündiger Streik geplant - 2500 Flüge könnten betroffen sein

Frankfurt Mitten in der Ferienzeit drohen Streiks den Flugverkehr in Deutschland lahmzulegen.

Die Fluglotsen wollen am Donnerstag von 6.00 bis 12.00 Uhr die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) am Dienstag mitteilte. Davon könnten nach Gewerkschaftsangaben 2500 Flüge betroffen sein. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) teilte mit, sie habe kein Verständnis für den geplanten Streik und werde den Rechtsweg beschreiten. Das am Wochenende von der DFS vorgelegte verbesserte Tarifangebot sei «nicht verhandelbar», kritisierte die Gewerkschaft. Die Fluglotsen haben eine Gehaltserhöhung um 6,5 Prozent über zwölf Monate verlangt und stellen einige Zusatzforderungen. Das Unternehmen bietet eine Erhöhung der Tarifgehälter ab 1. August um jeweils 3,2 Prozent plus eine sofortige Einmalzahlung in Höhe von 0,8 Prozent des Bruttojahresgehalts vor. Ab 1. November 2012 würden die Gehälter danach um weitere 2 Prozent, mindestens aber in Höhe der Inflationsrate steigen. Nach der Ablehnung des Angebots durch die GdF bleibt noch die Möglichkeit einer Schlichtung. Während dieser Gespräche sind Arbeitsniederlegungen nicht erlaubt. Kritik durch Lufthansa Die Lufthansa kritisierte die Streikankündigung. «Wir appellieren nachdrücklich an die Tarifparteien, den Konflikt nicht auf dem Rücken der Passagiere auszutragen», sagte ein Lufthansa-Sprecher. Der Konzern werde sich auf die Arbeitsniederlegung entsprechend vorbereiten. In Deutschland arbeiten nach GdF-Angaben etwa 5500 Beschäftigte bei der Flugsicherung, davon 2400 Fluglotsen. Die Gewerkschaft vertritt rund 3200 Mitarbeiter. In einer Urabstimmung hatten 96 Prozent der Mitglieder für eine Arbeitsniederlegung gestimmt.

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