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Deutscher Maschinenbau auf Rekordkurs - Exporte brummen

Berlin Die deutschen Maschinenbauer stemmen sich erfolgreich gegen die Krise.

Trotz weltweiter Konjunktureintrübung rechnet die Branche dieses und nächstes Jahr mit Rekordumsätzen - vor allem dank ihrer Stellung als Exportweltmeister und Weltmarktführer bei vielen Innovationen. Neue Spitzenwerte im Auslandsgeschäft peilt auch die deutsche Elektroindustrie an. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet in diesem Jahr einen Umsatz von 209 Milliarden Euro. Dies sei der höchste Wert, den die Branche je erreicht habe, sagte Präsident Thomas Lindner am Dienstag beim Maschinenbau-Gipfel in Berlin. Entscheidend sei die wachsende Internationalisierung. «Für ein kleines Land wie Deutschland ist es sensationell, nach wie vor Maschinenbau-Exportweltmeister zu sein.» Unter dem Strich rechnen die Maschinenbauer 2012 und 2013 mit einem Produktionsplus - und auch mit einem realen Umsatzplus - von zwei Prozent. Im Frühling hatten sie noch eine Stagnation befürchtet. Damit setzt sich die deutsche Schlüsselindustrie vom allgemeinen Trend ab, der angesichts der europäischen Schuldenkrise und der Abschwächung der Weltwirtschaft von wachsender Verunsicherung geprägt ist. Branchen wie die Elektroindustrie, die Chemieindustrie und der Stahl hatten ihre Prognosen zuletzt gesenkt. Im August stiegen die Ausfuhren der Branche trotz eines Produktionsrückgangs um sechs Prozent auf ein Volumen von 12,9 Milliarden Euro. Mehr als drei Viertel der Unternehmen gehen von steigenden oder zumindest stabilen Ausfuhrgeschäften in den kommenden drei Monaten aus. Anders als die deutsche Branchenkonkurrenz hat die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie zu kämpfen. Sie hat vor allem unter der Frankenstärke zu leiden. Die Auftragseingänge gehen zurück, die Umsätze stagnieren und die Margen schmelzen aufgrund des hohen Preisdrucks. Die Ende August an der Halbjahreskonferenz formulierten Aussichten des Branchenverbands Swissmem sind düster.

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