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Deutsches Kartellamt belegt Konsumgüterkonzerne mit Millionen- Bussgeld

Düsseldorf Das deutsche Kartellamt hat Geldbussen in einer Höhe von insgesamt rund 38 Millionen

Euro gegen Konsumgüterkonzerne verhängt. Betroffen seien die Branchengrössen Unilever, Kraft und der deutsche Oetker-Konzern, teilte das Kartellamt am Donnerstag mit. Der durch seine Schokoriegel bekannte Mars-Konzern kam um eine Strafe herum - der Hersteller hatte mit den Wettbewerbshütern bei der Aufdeckung von Absprachen zusammengearbeitet und profitierte deshalb von der Kronzeugenregelung. Gegen einen weiteren grossen Konsumgüterhersteller werde noch ermittelt. Die Kartellwächter werfen den Unternehmen vor, sich über Jahre in einem Gesprächskreis über den Stand ihrer Verhandlungen mit grossen Detailhändler ausgetauscht zu haben. Einige Teilnehmer hätten auch anstehende Preiserhöhungen besprochen - Informationen, die Unternehmen sonst hoch vertraulich behandeln. Bei den Gesprächen sei es um Produkte wie Süsswaren, Speiseeis, Tiefkühlpizza, Tiernahrung oder Waschmittel gegangen. Kraft hatte bereits dabei geholfen, Preisabsprachen bei Kaffee- Herstellern aufzudecken. Die Kartellwächter hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Razzien bei Lebensmittelherstellern und auch im Detailhandel vorgenommen. Derzeit untersuchen sie in einer breit angelegten Sektoruntersuchung, ob im deutschen Detailhandel ein ausreichender Wettbewerb herrscht.

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