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Die CS erhebt das Sparen zur Kunstform

Die Bank hat ihren Umbau bald hinter sich und schreibt wieder satte Gewinne. Noch nicht überall läuft es rund.

Die Credit Suisse will schlanker werden: Standort in Zürich-Oerlikon.
Die Credit Suisse will schlanker werden: Standort in Zürich-Oerlikon.
Keystone

Es ist ein steiniger Weg, doch die Credit Suisse spart sich weiter aus der Krise. Nicht ohne etwas Stolz erklärte CS-Chef Tidjane Thiam, wie die Blackberry-Smartphones langsam aus der Bank verschwänden, weniger Software unterstützt werden müsse und dadurch die Ausgaben kleiner würden. Viel dürfte es nicht sein, und der eine oder andere Mitarbeiter dürfte sich darüber ärgern. Doch das Ende des einstmals so beliebten Banker-Gadgets soll nur ein Beispiel für rund 400 IT-Werkzeuge sein, die abgeschaltet werden sollen. In der Summe bleibe so viel bei der Bank hängen.

Der von Thiam 2015 eingeleitete Umbau der CS läuft damit weiter. Der von ihm angekündigte Dreijahresplan geht in die letzte Phase. Die harten Einschnitte der vergangenen Monate zahlen sich aus. Das zeigt sich am Gewinn. Die CS erzielt im zweiten Quartal ein Plus von fast 650 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr ist das fast eine Verdoppelung.

Besonders deutlich zeigt sich der Wandel an der Investmentbank. Thiam hat die von seinem Vorgänger Brady Dougan gross gemachte Einheit zusammengestrichen. Aus der einstmals wichtigsten Abteilung der Bank ist heute ein Zulieferer der Vermögensverwaltung geworden, die reichen Kunden bei komplexen Finanzierungen hilft. Thiam sieht das aber nicht als eine Schwächung. Es sei für sie eine Chance, zusammen mit dem Vermögensverwaltungsgeschäft zu wachsen. Ein Plan der aufzugehen scheint. Die Bank zog in den letzten Monaten neue Kundengelder an – mehr als die UBS.

Auch die Schweizer Einheit der CS erzielt einen beachtlichen Gewinn. Klein fiel aber der Zufluss von neuen Kundengeldern aus. Im letzten Quartal konnte die CS Schweiz 500 Millionen Franken neue Vermögen anziehen. Das ist gegenüber den Vorquartalen ein deutlicher Rückgang. Laut der CS handle es sich dabei aber nur um eine Momentaufnahme, über die letzten Monate hinweg stimme die Tendenz. Ein wichtiges Ziel von Thiam ist damit in Greifweite: Mit der Schweizer Einheit will er pro Jahr mehr als 2 Milliarden Franken Gewinn erzielen. Eine wichtige Grundlage dafür ist klar, die Ausgaben sind in den letzten Monaten noch einmal deutlich zurückgegangen.

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