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Die deutsche Landesbank WestLB wird zerschlagen

Düsseldorf Als Folge der Finanzkrise verschwindet in Deutschland die erste grosse Landesbank WestLB von der Bildfläche.

Die Eigner der WestLB haben sich auf eine Aufspaltung der Bank geeinigt. Innerhalb eines Jahres soll eine stark verkleinerte Verbundbank für die gut 100 Sparkassen in Nordrhein-Westfalen abgespalten werden, wie die Bank am Freitag mitteilte. Die Verbundbank soll die klassischen Dienstleistungen einer Landesbank für die Sparkassen übernehmen. Der Rest des operativen Geschäfts der WestLB - etwa das Projektfinanzierungsgeschäft oder das Investmentbanking - steht zum Verkauf. Auf die Aufspaltung der Bank einigte sich die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in der Nacht auf Freitag mit Vertretern der Sparkassen und der deutschen Bundesregierung. Lange wurde versucht, die WestLB mit derzeit noch rund 4500 Mitarbeitern zu retten. Der Versuch, die Landesbank mit der BayernLB zu fusionieren, schlug Ende vergangenen Jahres fehl. EU-Kommission überprüft das Konzept Die Aufspaltung der Bank soll bis Donnerstag der EU-Kommission überstellt werden. Die Eigner und die Bundesregierung rechnen mit grünem Licht aus Brüssel: «Wir sind eigentlich ganz optimistisch, dass das jetzt gefundene Konzept von der Kommission positiv bewertet wird», sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Vorgesehen ist eine Lastenteilung unter den beteiligten Parteien: Das Land und die Sparkassen müssen zusätzlich zu ihren bereits geleisteten Milliarden-Garantien und Hilfen frisches Kapital in einer Höhe von jeweils einer Milliarden Euro beisteuern. Auch der deutsche Staat muss Milliarden in die Bank einschiessen. Die Landesbanken waren besonders stark von der Finanzkrise betroffen, weil viele von ihnen in den Jahren vor dem Ausbruch der Finanzkrise hochriskante Geschäfte gemacht hatten. Mehrere der Institute mussten mit Steuergeldern gerettet werden. Dennoch blieben bisher alle Institute ausser der SachsenLB, die von der Landesbank Baden-Württemberg übernommen wurde, eigenständig.

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