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Die Deutschschweiz hängt die Romandie ab

Die jüngste CS-Erhebung zur Standortqualität der Kantone offenbart ein deutliches Ost-West-Gefälle. Zug und Zürich schwingen mit grossem Vorsprung obenaus. Schlusslicht ist der Kanton Jura.

Bezüglich Standortqualität der Kantone tritt der Röstigraben unübersehbar zutage: Kein einziger Stand aus der Westschweiz hat es beim neusten Standort-Ranking der Credit Suisse in die vordere Tabellenhälfte geschafft. Und mit Neuenburg, Wallis und Jura landeten Kantone der Romandie auf den drei Schlussrängen. Über die besten Standortfaktoren aus Sicht von Unternehmen – und dies mit merklichem Abstand – verfügt dagegen der Kanton Zug, wie der heute vorgelegten Studie zu entnehmen ist. Auf Platz zwei rangiert Zürich, ebenfalls mit klarem Vorsprung auf Basel-Stadt als drittplatziertem (Halb-)Kanton.

Die vergleichsweise geringere Standortattraktivität der Westschweiz und vor allem die enttäuschende Platzierung ihrer Zentrumskantone Genf und Waadt stehen in Kontrast zum Umstand, dass diese Kantone in den letzten fünf Jahren bezüglich Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum überdurchschnittlich gut abgeschnitten haben, wie Thomas Rühl, Leiter Regionenanalyse bei der Credit Suisse, einräumt. Er führt diese Widersprüchlichkeit auf nicht messbare, «weiche» Standorteinflüsse zurück, von denen die Romandie profitiert habe. Dazu zählt zum Beispiel die Nähe zu Frankreich, die den Westschweizer Kantonen zu einem relativen Attraktivitätsvorsprung verhilft.

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