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EU will mehr Transparenz im Rohstoffhandel

Die EU-Kommission will den Handel mit Rohstoffderivaten besser kontrollieren.

Am Samstag diskutierten die EU-Finanzminister bei ihrem informellen Treffen im ungarischen Gödöllö entsprechende Schlussfolgerungen. Transparente und gut funktionierende Finanzmärkte seien ausschlaggebend, um angemessene Preise und Preisentwicklungen im Rohstoffhandel zu garantieren, heisst es in einem Entwurf der Schlussfolgerungen, welcher der Nachrichtenagentur SDA vorlag. Die Transparenz müsse verbessert werden, ohne das gute Funktionieren des Rohstoffmarkts zu stören. Limitierung der Positionen Die Handelspositionen einiger Unternehmen müssten deshalb beschränkt werden, forderte Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde am Samstag vor Beginn der Sitzung. «Einige Rohstoffhändler haben zuviel Macht.» Im Entwurf der Schlussfolgerungen wird die von Frankreich geforderte Limitierung aufgegriffen. Die Minister würden zur Kenntnis nehmen, dass die Kommission die Absicht habe, die Postionen zu begrenzen. Es gebe keine einfachen Lösungen, sagte Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden. Aber «die Spekulationen müssen wir besser in den Griff bekommen». Allerdings beeinflussten auch Ereignisse wie die Aufstände in Nordafrika die Rohstoffpreise. «Wir müssen uns für eine gewisse Zeit mit einem höheren Ölpreis abfinden.» In MiFID-Richtlinie Bei der Vorstellung ihrer Rohstoffstrategie teilte die Kommission im Februar mit, die jüngsten Preisentwicklungen zeigten, dass zwischen den Derivatemärkten und den physischen Märkten verschiedene Zusammenhänge bestehen. Zum einen seien die Preise für Rohstoffderivate ganz klar an die Preise für die jeweiligen Rohstoffe gekoppelt. Zum anderen ist zu beobachten, dass Rohstoffderivate von Anlegern zunehmend für strategische Investitionen gewählt werden. Die neuen Regeln für den Rohstoff-Handel sollen in die Revision der EU-Richtlinie zu den Finanzdienstleistungen (MiFID) einfliessen. Notiz an die Redaktion: Neufassung bis 1500 Uhr

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