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EU-Kommissar Barnier will Bankerboni gesetzlich beschränken

München EU-Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier will Sonderzahlungen an Bankmanager gesetzlich beschränken.

Die Finanzkrise habe schwerwiegende Folgen gehabt wie Belastungen der Steuerzahler und Arbeitslosigkeit, sagte der Franzose der «Süddeutschen Zeitung» vom Donnerstag. Da seien hohe Bankerboni ungerechtfertigt. Notwendig sei stattdessen «mehr Gleichheit und Fairness in der Gesellschaft», das gelte auch für Mitarbeiter einer Firma oder Bank. «Ich denke zum Beispiel über die interessante Idee nach, dass das höchste Gehalt in einer Bank ein bestimmtes Verhältnis zum niedrigsten Lohn dort nicht übersteigen darf», sagte Barnier. Derzeit prüfe er aber zunächst, wie die EU-Regeln für Boni in den einzelnen Ländern umgesetzt worden seien. «Danach werde ich vielleicht neue Regeln vorschlagen. Die Banker müssen verstehen, dass sie wie ein Teil der Gesellschaft handeln müssen - und nicht wie ihr Feind», sagte der frühere französische Aussenminister. Barnier kündigte zudem Gesetzesvorschläge an, denen zufolge Banken und Versicherer ihre Kunden besser über Finanzprodukte und die damit verbundenen Gebühren informieren müssen. Er habe die Geldinstitute aufgefordert, Bankgebühren leichter vergleichbar zu machen. «Sie haben ein Jahr nichts getan. Also werde ich Gesetze vorschlagen, damit Kunden endlich die Wahl bekommen. Es muss einen Standard geben», sagte der 61-Jährige.

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